Newsletter September 2026
Segeln verbindet. Teilhabe wächst.
Vom ersten Segeltag bis zur Weltmeisterschaft: gemeinsame Erlebnisse, sportliche Erfolge und neue Möglichkeiten für Teilhabe.
Liebe Mitglieder, liebe Partnerinnen und Partner, liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, liebe Freundinnen und Freunde des inklusiven Segelns,
inklusives Segeln heißt: Menschen mit und ohne Behinderungen segeln gemeinsam – auf denselben Booten, in denselben Kursen, in derselben Crew. Vom Schnuppertag bis zum ambitionierten Regattasport.
Möglich wird das nur gemeinsam: mit befreundeten Vereinen, mit Stiftungen, Unternehmen, Förderinnen und Förderern, mit vielen Ehrenamtlichen. Und mit Aufmerksamkeit – denn nur wer von inklusivem Segeln erfährt, kann mitsegeln, mithelfen oder fördern.
Hier erzählen wir, was Eure Unterstützung 2026 bewirkt hat – und was 2027 braucht.
INKLUSIVE SEGELANGEBOTE FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
Aus einem Schnupper-Segeltag wird ein fester Kurs
Bildunterschrift: Gemeinsam auf dem Wasser: inklusives Segeln erleben.
Angefangen hat es mit Schnuppersegeltagen an der Bugenhagenschule Alsterdorf – und mit einer Frage der Jugendlichen: „Warum können wir das nicht viel öfter machen?“ Seit 2025 gibt es dort einen wöchentlichen Schulsegelkurs, fest im Stundenplan.
Seit 2026 segeln dort zwei Jahrgangsstufen: ganze Klassen, Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen gemeinsam auf denselben Booten. Inzwischen kommen über 160 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Behinderungen regelmäßig mit uns aufs Wasser: mit der Bugenhagenschule Alsterdorf, dem Werner-Otto-Institut, dem Campus Uhlenhorst und der Schule Elfenwiese, in den Kursen für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche, im Jüngstentraining für die Kleinsten und im Eins-zu-eins- und Eins-zu-zwei-Training – inzwischen acht Kinder und Jugendliche.
„Jedes Mal, wenn der Wind und das Wasser um meine Ohren fliegt, spüre ich ein kleines Abenteuer in mir“, sagt Sophia, zehn Jahre alt und sehbehindert.
Jetzt spenden: Inklusives Segeln für Kinder und Jugendliche

„Warum können wir das nicht viel öfter machen?“ – Hintergrundinfos zu den Kursen
Seit Oktober 2025 werden junge Seglerinnen und Segler mit Behinderungen im Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany gezielt für den ambitionierten Regattasport ausgebildet – gemeinsam getragen vom Hamburger Segel-Club, der Heinz Kettler Stiftung und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. Schirmherrin ist Anna Barth, Strategin des Germany SailGP Teams.
Zum Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team
GEMEINSAM AUFS WASSER
Inklusives Segeln ist für alle da
Segeln für alle – das heißt: für Menschen mit und ohne Behinderungen, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für Familien, für Anfängerinnen und Anfänger wie für ambitionierte Regattaseglerinnen und Regattasegler. Den Zugang schaffen wir auch für Menschen mit schweren Behinderungen: Auf der barrierefreien RS Venture Connect kann auch steuern, wer sich nicht aus eigener Kraft aufrecht halten kann. Probiert es aus! Unser Netzwerk verbindet viele befreundete Vereine. Entdeckt ihre Angebote und sprecht die Vereine in Eurer Region an – oder schreibt uns, wir helfen beim Kontakt.
Ich möchte inklusives Segeln ausprobieren
FÖRDERUNG 2027
Damit es weitergeht – am liebsten über mehrere Jahre
Wir suchen Partnerinnen und Partner, Förderinnen und Förderer, die mit uns inklusive Segelangebote realisieren und nachhaltig, langfristig sichern: Kurse, Schulsegelkurse und Angebote für Menschen mit schweren Behinderungen. Von allen Kursen und Angeboten sind derzeit genau zwei über bis zu drei Jahre finanziert. Bei allen übrigen endet die Förderung mit dem Kursjahr – jeden Herbst werben wir die Mittel für die kommende Saison neu ein: für die Trainerhonorare, neben dem Bootsunterhalt der größte Posten, für Plätze im Eins-zu-eins- und Eins-zu-zwei-Training, für ganze Schulsegelkurse über eine komplette Saison und für weitere barrierefreie Boote.
Der Kroschke Kinderstiftung danken wir besonders: Sie fördert unsere Kurse seit Jahren und hat die Segelkurse für den Campus Uhlenhorst und die Schule Elfenwiese bereits für die kommenden zwei Jahre gesichert, für 2027 und 2028. Genau solche mehrjährigen Partnerschaften helfen uns am meisten: Sie geben Schulen, Familien und Trainerinnen und Trainern Planungssicherheit.
Auch für unsere inklusiven Regattaprojekte suchen wir Partnerinnen und Partner, Förderinnen und Förderer sowie Sponsorinnen und Sponsoren: für den Heinz Kettler Cup, unsere inklusive Regattaserie mit wechselnden Partnervereinen, für den Helga Cup, die weltweit größte Frauen-Segelregatta, und für die inklusiven Segelaktivitäten parallel zum SailGP in Sassnitz 2027. Die Reinhard Frank-Stiftung begleitet unser BAT Sailing Team in der 2. Segel-Bundesliga seit Jahren – so eine Partnerschaft wünschen wir uns für jedes unserer Projekte.
Sie möchten mit uns über eine Förderung sprechen?
EHRENAMT AN BORD
Segelerfahrung weitergeben
Du hast Segelerfahrung und regelmäßig Zeit? Unterstütze unsere Trainerinnen und Trainer ehrenamtlich – in den Schulsegelkursen oder im Eins-zu-eins- und Eins-zu-zwei-Training. Wir begleiten Dich beim Einstieg ins inklusive Segeln.
Interesse am Mithelfen? Melde Dich bei uns!

GEMEINSAM IN SASSNITZ
Inklusiver SailGP Sassnitz 2026: fünf Vereine, ein Team
Der inklusive SailGP Sassnitz 2026 – unsere Regatta parallel zum ROCKWOOL Germany Sail Grand Prix – war erneut ein beeindruckendes und emotionales Erlebnis. Getragen haben ihn fünf Vereine gemeinsam: der Verein Seglerhaus am Wannsee, der Berliner Yacht-Club, Inklusives Segeln für Alle e.V., der Yachtclub Möhnesee und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. Über 50 Ehrenamtliche halfen mit. Besonders bleiben uns diese Begegnungen in Erinnerung.
Spannender Regattasport – und ein starker Partner an unserer Seite
Bildunterschrift: Gemeinsamer Abschluss in der TECH Area des Germany SailGP Teams.
Vom 18. bis 20. August segelten 15 inklusive Crews aus vier Nationen 32 Wettfahrten. Das SALTO SAILING Team Norway gewann knapp vor Christina Schober und Saskia Gense. Zur Siegerehrung kamen Ministerin Stefanie Drese, Staatssekretär Heiko Miraß, Steffi Nerius und DSV-Präsidentin Mona Küppers.
Bildunterschrift: Ministerin Stefanie Drese und Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius vor dem F50-Rumpf des Germany SailGP Teams – mit unserem Vereinslogo.
Wir sind stolz: Das Germany SailGP Team ist Fördermitglied unseres Vereins, und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. ist Purpose Partner des Germany SailGP Teams presented by Deutsche Bank. Unser Logo am Rumpf des F50 – des Rennboots des Teams – zeigt diese Verbundenheit und macht inklusives Segeln auf internationaler Bühne sichtbar. Danke an das Team und an die Menschen dahinter für die Unterstützung in Sassnitz und das ganze Jahr über.
Unsere Begegnung mit KinderLachen009 Rügen
Bildunterschrift: KinderLachen009 Rügen: 2.000 Euro und ein gemeinsames Segelerlebnis.
Aus dem Kennenlernen wurde gemeinsame Unterstützung: 2.000 Euro Spende – und zwei Mädchen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, erlebten einen Segelausflug auf der „Henk de Mol“.

Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrende
Bildunterschrift: Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrende auf der „Henk de Mol“ – ein gemeinsames Projekt mit Inklusives Segeln für Alle e.V.
Die Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrende gibt es seit Jahren bei der Kieler Woche – ein gemeinsames Projekt von Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. und Inklusives Segeln für Alle e.V. In diesem Jahr kamen sie erstmals nach Sassnitz: Auf der „Henk de Mol“ blieben die Gäste im eigenen Rollstuhl an Bord. Den Bau des Bootes unterstützte die Herman van Veen-Stiftung; ihre stellvertretende Vorsitzende, Speerwurf-Weltmeisterin Steffi Nerius, segelte mit.
Laura und Steffi entscheiden selbst
Bildunterschrift: Laura und Steffi beim GC32-Erlebnis.
Laura und Steffi – die eine Rollstuhlfahrerin, die andere mit einer körperlichen Behinderung – entschieden nach Sitzprobe und Gespräch selbst, auf dem GC32 mitzusegeln: einem foilenden Katamaran, der mit bis zu 25 Knoten über das Wasser fliegt. Auch Alfred, der bei uns RS Venture Connect segelt, war dabei. Danke an Paul Kohlhoff und Moritz Burmester vom Germany SailGP Team, die als GC32-Crew mit ihnen segelten.
Laura und Steffis Erlebnisbericht lesen
Ein starkes Netzwerk macht es möglich
Keiner der fünf Vereine hätte diese Tage allein stemmen können: 15 Crews aus vier Nationen, 32 Wettfahrten, die Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrende, die Siegerehrung beim Germany SailGP Team. Genau das meinen wir mit Kooperation – und dieses Netzwerk bleibt: beim Heinz Kettler Cup, bei der Kieler Woche und überall dort, wo ein Verein inklusiv segeln möchte.
Die inklusive Regatta in Sassnitz und die Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrende wurden unterstützt durch das Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank, das Land Mecklenburg-Vorpommern, den Vorpommern-Fonds, die Heinz Kettler Stiftung, die Viessmann Foundation, die Deutsche Postcode Lotterie und ihre Teilnehmenden, die Stadt Sassnitz, den Stadthafen Sassnitz, Salzbrenner Würstchen, ELLETEC und den Fleischgroßmarkt Hamburg.
Mehr über den inklusiven SailGP Sassnitz 2026
WAS UNS BEWEGT
Warum wir inklusives Segeln sichtbar machen
Segeln findet selten große mediale Aufmerksamkeit – inklusives Segeln und Parasegeln noch seltener. Deshalb berichten wir so regelmäßig: um den Stiftungen, Förderinnen, Förderern, Partnerinnen und Partnern zu zeigen, was ihre Unterstützung bewirkt, um den Seglerinnen und Seglern Sichtbarkeit, Respekt und Anerkennung zu geben – und um zu zeigen, was Teilhabe bedeutet. Was in einer inklusiven Crew selbstverständlich ist – gemeinsam entscheiden, gemeinsam Verantwortung tragen, gemeinsam gewinnen und verlieren –, wünschen wir uns auch an Land. Mit dem inklusiven Segelsport wollen wir ein Vorbild für mehr Teilhabe in der Gesellschaft sichtbar machen.
Und Sichtbarkeit wirkt: Nach Berichten melden sich Eltern, Angehörige und Menschen mit Behinderungen bei uns – oft mit dem Satz, das hätten sie nicht für möglich gehalten. So entstehen neue Anfragen, neue Kurse, neue Crews.
Darum unsere Bitte: Leitet diesen Newsletter weiter, teilt unsere Beiträge auf LinkedIn, Facebook und Instagram – und erzählt in Euren Vereinen davon.
2. SEGEL-BUNDESLIGA
BAT Sailing Team – gelebte Inklusion auf der Regattabahn
Bildunterschrift: BAT Sailing Team – gemeinsam auf der Regattabahn.
Vier Wettfahrtsiege beim 3. Spieltag der 2. Segel-Bundesliga in Kiel und Platz 10 der Saisonwertung: Das BAT Sailing Team segelt vom 18. bis 20. September den nächsten Spieltag am Wannsee.
Das Team ist ein Gemeinschaftsprojekt des Norddeutschen Regatta Vereins und von Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. Schirmherrin ist Sanni Beucke; die Reinhard Frank-Stiftung unterstützt das Team seit Jahren.
19. UND 20. SEPTEMBER
Heinz Kettler Cup 2026: Finale in Belgien
Am 19. und 20. September fällt beim Royal Yacht Club Warche in Bütgenbach die Entscheidung. Wir freuen uns auf das Finale mit unseren belgischen Gastgeberinnen und Gastgebern.
Nach dem 1. Spieltag beim Hamburger Segel-Club und dem 2. Spieltag in Sassnitz führt das SALTO SAILING Team Norway mit 3 Punkten die Gesamtwertung an. Auf den Plätzen zwei und drei folgen das Team „Die zwei“ (7 Punkte) und das BLAG Sailing Team (9 Punkte).
AUSBLICK AUF OKTOBER
Steffi und Dirk starten bei der Weltmeisterschaft
Steffi Brix und Dirk Thalheim starten für Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. und den Hamburger Segel-Club bei der RS Venture Connect-Weltmeisterschaft im Rahmen der World Sailing Inclusion Championships vom 1. bis 11. Oktober.
Wir begleiten die beiden auf ihrem Weg zur WM: Bis zum Start stehen mehrere Trainingseinheiten an, und auch während der WM unterstützen wir die beiden aktiv.
Bildunterschrift: EM 2026: Silber in der Inklusiv-Wertung für Hans Nee und Calle Sibbert, Bronze in der Para-Wertung für Steffi Brix und Dirk Thalheim.
UNSERE GEMEINSCHAFT WÄCHST
Herzlich willkommen, liebe neue Mitglieder!
Wir begrüßen Laura Weise, Benedikt Weise, Christopher Wood, Clara Trommer, Fenna Weissbrod, Ilka Weissbrod, Cara Becker, Marion Cormier und Lillemor Köper als neue Mitglieder unseres Vereins. Schön, dass Ihr dabei seid! Viele von Euch sind zugleich in befreundeten Vereinen aktiv – wie Laura und Benedikt Weise oder Steffi Brix und Dirk Thalheim, die für Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. und den Hamburger Segel-Club zur Weltmeisterschaft fahren. Genau so verstehen wir inklusives Segeln: im Miteinander der Vereine, nicht im Wettbewerb.
Danke an unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und an alle, die unsere Arbeit unterstützen. Ihr macht Teilhabe möglich – auf dem Wasser, am Steg und im Hintergrund. Und wenn Ihr Menschen kennt, die segeln, helfen oder fördern möchten: Leitet diesen Newsletter gern weiter.
Herzliche Grüße
Euer Wir sind Wir Inclusion in Sailing Team
