Vereinsvorstellung:
Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V.
Über uns
Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V.“ wurde im November 2022 mit der Mission gegründet, Segeln als Instrument für gesellschaftliche Inklusion zu etablieren. Als anerkannter gemeinnütziger Verein mit bundesweiter Aktivität – Schwerpunkt der inklusiven Segelkurse liegt allerdings in Hamburg – setzen wir uns leidenschaftlich dafür ein, Menschen mit Behinderungen und sozial benachteiligten Gruppen die transformative Kraft des Segelsports zugänglich zu machen. Wir heben bewusst die bisherige Trennung zwischen Para-Segeln und „normalem“ Segeln auf: Alle segeln gemeinsam. Mit über 50% Frauen- und Handicap-Quote in unserer Mitgliedschaft leben wir Inklusion authentisch vor. Wir betreiben zudem eine weltweit einzigartige inklusive Regattagruppe für Kinder und Jugendliche. Segeln ist eine der inklusivsten Sportarten überhaupt und ermöglicht nahezu jedem Menschen – unabhängig von Art und Schwere der Beeinträchtigung – den Zugang zum Segelsport. Diese besondere Eigenschaft macht Segeln zu einem idealen Medium für gelebte Inklusion. Wir erleben mit unseren Aktivitäten aktuell eine außergewöhnlich große Aufmerksamkeit und einen enormen Zulauf. Diese Entwicklung zeigt: Der inklusive Segelsport trifft einen gesellschaftlichen Nerv und wird zunehmend als Vorbild für gelebte Teilhabe wahrgenommen.
Segeln ist eine der inklusivsten Sportarten überhaupt und ermöglicht nahezu jedem Menschen – unabhängig von Art und Schwere der Beeinträchtigung – den Zugang zum Segelsport. Diese besondere Eigenschaft macht Segeln zu einem idealen Medium für gelebte Inklusion. Wir erleben mit unseren Aktivitäten aktuell eine außergewöhnlich große Aufmerksamkeit und einen enormen Zulauf. Diese Entwicklung zeigt: Der inklusive Segelsport trifft einen gesellschaftlichen Nerv und wird zunehmend als Vorbild für gelebte Teilhabe wahrgenommen.
Auszeichnung für den Vereinsgründer
Im Mai 2025 wurde Clemens Kraus (66), einer der Gründer von „Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V.“, mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz am Bande) ausgezeichnet. Ministerpräsident Michael Kretschmer überreichte die Auszeichnung bei einer Festveranstaltung in Dresden und würdigte damit Kraus‘ außergewöhnliches Engagement im inklusiven Segelsport. Seit über vier Jahrzehnten setzt sich der Sportfunktionär mit unermüdlichem Einsatz dafür ein, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam segeln können. Besonders bemerkenswert ist sein Engagement für Kinder und Jugendliche: Gemeinsam mit erfolgreichen paralympischen Athleten besucht er regelmäßig REHA-Einrichtungen, Schulen und Kinderheime, um junge Menschen dazu zu ermutigen, trotz körperlicher Einschränkungen Sport zu treiben und ihre Träume zu verfolgen. Ministerpräsident Kretschmer betonte bei der Verleihung: „Sie sind mit dem, was Sie geleistet und bewegt haben, ein Vorbild. Sie haben an ganz unterschiedlichen Stellen wirklich Besonderes möglich gemacht und bewegt.“ Die Auszeichnung unterstreicht die gesellschaftliche Bedeutung der Inklusionsarbeit des Vereins und ist eine Anerkennung für das gesamte Team.
Im Dezember 2025 wurde „Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V.“ mit dem renommierten Annemarie Dose Preis ausgezeichnet. Der mit 6.666 Euro dotierte Preis, der gemeinsam von MenscHHamburg e.V. und der Hamburger Tafel vergeben wird, würdigt das wegweisende inklusive Segelprojekt mit der Bugenhagenschule Alsterdorf. Bei der feierlichen Preisverleihung im Centralkomitee Hamburg nahmen Iris Marschal (Bugenhagenschule), Claudia Langenhan (NRV) und Sven Jürgensen (1. Vorsitzender) die Auszeichnung entgegen. Die Laudatio hielt die Schauspielerin Andrea Gerhard, die Übergabe erfolgte durch Arne Platzbecker (SPD-MdHB). Das Projekt ermöglicht wöchentlich rund 50 Kindern mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen den Zugang zum Segelsport und soll 2026 auf etwa 100 Kinder erweitert werden. Der Preis unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz der inklusiven Arbeit des Vereins auf der Hamburger Alster.
Leuchtturmprojekte mit nachhaltiger Wirkung
„Inklusive Alster“ Hamburg
Die Hamburger Alster hat sich in den letzten sechs Jahren zum inklusivsten Segelrevier weltweit entwickelt – eine Erfolgsgeschichte, die wir maßgeblich mitgestaltet haben. In Kooperation mit dem Norddeutschen Regatta Verein und dem Hamburger Segel-Club betreiben wir hier das bundesweit größte inklusive Segelnetzwerk. Wöchentliche Kurse für die Bugenhagenschule Alsterdorf, das Werner-Otto-Institut, Campus Uhlenhorst und die Schule Elfenwiese erreichen über 150 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Beeinträchtigungen. Besonders wichtig sind uns die 1:1-Betreuungen für Kinder und Jugendliche mit schweren und mehrfachen Behinderungen, die individuelle Förderung auf dem Wasser erfahren. Der Bedarf und die Anfragen für diese intensiven Betreuungsangebote übersteigen aktuell unsere personellen und materiellen Möglichkeiten deutlich – ein klarer Indikator für die gesellschaftliche Relevanz und Dringlichkeit unserer Arbeit.
Helga Cup – Weltgrößte Frauenregatta inklusiv gestaltet
Der Helga Cup hat sich seit 2020 zu einer echten Bewegung im Frauen-Segelsport entwickelt und ist mittlerweile ein Top-Ten-Event der Stadt Hamburg. Unter der Schirmherrschaft von Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel nehmen jährlich über 400 Frauen aus der ganzen Welt teil, wobei Frauen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam in Zweier- und Viererbesatzungen segeln. Das Besondere: Wir stellen die Boote, sodass keine finanziellen Barrieren die Teilnahme verhindern. Die Veranstaltung kombiniert sportlichen Wettkampf mit einem inklusiven Rahmenprogramm und zeigt eindrucksvoll, dass Frauen mit Sehbehinderungen, im Rollstuhl oder mit anderen Beeinträchtigungen gleichberechtigt Regatta segeln können. Der Helga Cup ist damit zum internationalen Vorbild für inklusive Sportveranstaltungen geworden und zieht erhebliche mediale Aufmerksamkeit auf sich.
Heinz Kettler Deutschland Cup – Weltweit einzigartige inklusive Regattaserie für Crews
2023 starteten wir mit Unterstützung der Heinz Kettler Stiftung die weltweit einzigartige inklusive Regattaserie für Crews, die 2025 bereits in ihre dritte Saison geht. Die Serie umfasst drei Spieltage in verschiedenen Bundesländern (2025: Möhnesee, Sassnitz und Hamburg) und bringt Vereinsteams aus ganz Deutschland zusammen. Gesegelt wird auf barrierefreien RS Venture Connect Booten, die von der Heinz Kettler Stiftung gestiftet wurden und allen Teams kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Das Format ermöglicht es lokalen Segelvereinen, ohne eigene Investitionen in Spezialboote inklusive Teams aufzubauen und am Wettkampf teilzunehmen. Mit durchschnittlich 16 Teams pro Veranstaltung erreichen wir über 120 Segler*innen mit und ohne Behinderung. Der Deutschland Cup fungiert als Katalysator für die bundesweite Verbreitung des inklusiven Segelsports und motiviert teilnehmende Vereine, eigene inklusive Strukturen aufzubauen.
SailGP Sassnitz – Weltweite Premiere für inklusiven Segelsport
Im August 2025 schrieb Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V. gemeinsam mit dem Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank und dessen Gesellschafter Sebastian Vettel Segelgeschichte: Erstmals weltweit wurde eine inklusive Regatta erfolgreich in ein SailGP-Event integriert. Vom 12. bis 14. August 2025 fand in Sassnitz auf Rügen unter dem Motto #AlleAnBord die Internationale Deutsche Meisterschaft im inklusiven Segeln statt – gleichzeitig der 2. Spieltag des Heinz Kettler Deutschland Cups.
16 internationale Crews aus sieben Nationen kämpften drei Tage lang im Stadthafen Sassnitz um den begehrten Titel. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und wurde vom Land Mecklenburg-Vorpommern, dem Germany SailGP Team, der Heinz Kettler Stiftung und dem Vorpommern Fonds gefördert.
Ein unvergesslicher Gänsehaut-Moment
Der emotionale Höhepunkt: Die Siegerehrung in der TEC Area des Germany SailGP Teams wurde durch Sebastian Vettel, Formel-1-Legende und Mitinhaber des Germany SailGP Teams, gemeinsam mit Sportministerin Stefanie Drese und DSV-Vizepräsidentin Katrin Adloff durchgeführt. Als neben dem gastgebenden deutschen Team auch zahlreiche andere internationale SailGP-Teams anwesend waren und den inklusiven Seglerinnen und Seglern stehende Ovationen zollten, wurde dieser Moment für alle Crews und über 30 ehrenamtliche Helfer*innen zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Den Doppelsieg – sowohl die Internationale Deutsche Meisterschaft als auch den 2. Spieltag des Heinz Kettler Deutschland Cups – holten sich Silke Basedow und die erst 11-jährige Nomine Fabian. Silber ging an Maren Hahlbrock und die 9,5 Jahre junge Sophia Hein, Bronze an Jürgen Brietzke und Siegmund Mainka.
Erfolgsgeschichte wird 2026 fortgeschrieben
Die Premiere übertraf alle Erwartungen. Tim Krieglstein, Geschäftsführer des Germany SailGP Teams, betonte: „Diese Partnerschaft mit Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V. ist ein Meilenstein für unser Engagement im Bereich Diversity & Inclusion. Als erstes SailGP-Event weltweit, das eine inklusive Regatta integriert, haben wir in Sassnitz neue Standards gesetzt.“
Diese Standards werden fortgeführt: Vom 18. bis 20. August 2026 findet erneut eine inklusive Regatta im Rahmen des SailGP Sassnitz statt. Die bewährte Partnerschaft zwischen dem Germany SailGP Team, Sebastian Vettel und Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V. wird ausgebaut. Gemeinsam mit den mitausrichtenden Vereinen Norddeutscher Regatta Verein und Yachtclub Möhnesee wird unter dem Motto #AlleAnBord erneut ein starkes Zeichen für Vielfalt und Teilhabe im Spitzensegelsport gesetzt.
Die Integration in das SailGP bedeutet weltweite Medienreichweite und eine internationale Bühne für den inklusiven Segelsport. Diese Partnerschaft zeigt: Inklusion und Spitzensport gehören zusammen. Das Projekt ist ein Leuchtturm, der weit über den Sport hinaus wirkt und beweist, dass echte Teilhabe uns alle weiterbringt.
Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany
Im August 2025 schrieb Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V. gemeinsam mit dem Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank und dessen Gesellschafter Sebastian Vettel Segelgeschichte: Erstmals weltweit wurde eine inklusive Regatta erfolgreich in ein SailGP-Event integriert. Vom 12. bis 14. August 2025 fand in Sassnitz auf Rügen unter dem Motto #AlleAnBord die Internationale Deutsche Meisterschaft im inklusiven Segeln statt – gleichzeitig der 2. Spieltag des Heinz Kettler Deutschland Cups.
16 internationale Crews aus sieben Nationen kämpften drei Tage lang im Stadthafen Sassnitz um den begehrten Titel. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und wurde vom Land Mecklenburg-Vorpommern, dem Germany SailGP Team, der Heinz Kettler Stiftung und dem Vorpommern Fonds gefördert.
Der emotionale Höhepunkt: Die Siegerehrung in der TEC Area des Germany SailGP Teams wurde durch Sebastian Vettel, Formel-1-Legende und Mitinhaber des Germany SailGP Teams, gemeinsam mit Sportministerin Stefanie Drese und DSV-Vizepräsidentin Katrin Adloff durchgeführt. Als neben dem gastgebenden deutschen Team auch zahlreiche andere internationale SailGP-Teams anwesend waren und den inklusiven Seglerinnen und Seglern stehende Ovationen zollten, wurde dieser Moment für alle Crews und über 30 ehrenamtliche Helfer*innen zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Den Doppelsieg – sowohl die Internationale Deutsche Meisterschaft als auch den 2. Spieltag des Heinz Kettler Deutschland Cups – holten sich Silke Basedow und die erst 11-jährige Nomine Fabian. Silber ging an Maren Hahlbrock und die 9,5 Jahre junge Sophia Hein, Bronze an Jürgen Brietzke und Siegmund Mainka.
Die Premiere übertraf alle Erwartungen. Tim Krieglstein, Geschäftsführer des Germany SailGP Teams, betonte: „Diese Partnerschaft mit Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V. ist ein Meilenstein für unser Engagement im Bereich Diversity & Inclusion. Als erstes SailGP-Event weltweit, das eine inklusive Regatta integriert, haben wir in Sassnitz neue Standards gesetzt.“
Diese Standards werden fortgeführt: Vom 18. bis 20. August 2026 findet erneut eine inklusive Regatta im Rahmen des SailGP Sassnitz statt. Die bewährte Partnerschaft zwischen dem Germany SailGP Team, Sebastian Vettel und Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V. wird ausgebaut. Gemeinsam mit den mitausrichtenden Vereinen Norddeutscher Regatta Verein und Yachtclub Möhnesee wird unter dem Motto #AlleAnBord erneut ein starkes Zeichen für Vielfalt und Teilhabe im Spitzensegelsport gesetzt.
Die Integration in das SailGP bedeutet weltweite Medienreichweite und eine internationale Bühne für den inklusiven Segelsport. Diese Partnerschaft zeigt: Inklusion und Spitzensport gehören zusammen. Das Projekt ist ein Leuchtturm, der weit über den Sport hinaus wirkt und beweist, dass echte Teilhabe uns alle weiterbringt.
Den Doppelsieg – sowohl die Internationale Deutsche Meisterschaft als auch den 2. Spieltag des Heinz Kettler Deutschland Cups – holten sich Silke Basedow und die erst 11-jährige Nomine Fabian. Silber ging an Maren Hahlbrock und die 9,5 Jahre junge Sophia Hein, Bronze an Jürgen Brietzke und Siegmund Mainka.
2. Sichtbarkeit durch aktives Wettkampfsegeln im Breitensport
Das Ziel war bei der Teamgründung zunächst, mit einem inklusiven Team an einer renommierten Regatta teilzunehmen. Hierzu wurde die Kieler Woche (KiWo) ausgewählt, Deutschlands größte Segelregatta. Das Hamburger Abendblatt berichtete ausführlich vorab (1) nimmt das stetig gewachsene Team mit zwei Booten an dieser Regatta teil, worüber jeweils auch in den Medien ausführlich berichtet wird (3,4,5,6). Auf unserem Heimatrevier, der Hamburger Außenalster, nehmen wir über die Saison an den lokalen Regatten in wechselnden Crewzusammensetzungen teil.
[1] Hamburger Abendblatt vom 04.09.2021: Kieler Woche – Inklusion beim Segeln: „Wir feiern jeden Törn“, https://www.abendblatt.de/sport/article233227495/kieler-woche-inklusion-segeln-regatta-sehbehinderte-gehoerlose.html
[2] Hamburger Abendblatt vom 11.09.2021: Kieler Woche – Inklusiv segeln – ein Hamburger Team verschafft sich Respekt, https://www.abendblatt.de/sport/article233291705/segeln-inklusion-bat-sailing-team-hamburg-nrv-fc-st-pauli-blind-sehbehindert.html
[3] Pressemeldung der Kieler Woche 23: IDM der J/70: inklusiver Spitzensport https://www.kieler-woche.de/de/medien/meldung.php?id=126771
[4] Scan eines Berichts in den Kieler Nachrichten (24.06.23): https://www.wir-sind-wir.org/kein-unterschied-auf-dem-wasser/
[5] Segelreporter: “Blindfisch” bei der Kieler Woche: Wie die Bat Sailing Teams ihre J/70 trotz Handicap segeln, https://segelreporter.com/regatta/blindfisch-bei-der-kieler-woche-wie-die-bat-sailing-teams-ihre-j70-trotz-handicap-segeln/
[6]Inklusives Segeln bei der Kieler Woche. NDR, Schleswig-Holstein Magazin (27.06.24), https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Inklusives-Segeln-bei-der-Kieler-Woche,shmag118020.html
Auch beim Helga Cup, der weltgrößten Frauenregatta nahmen schon mehrere Crews unseres Teams teil: 2022 ein inklusives Team bestehend aus einer gehörlosen und drei hörenden Frauen, 2021 und 2023 nahmen mehrere Teammitglieder am Helga Cup in der inklusiven Bootsklasse SV14 teil, die mit zwei Personen gesegelt wird. Zudem nahmen Teams an der inklusiven Segel-Weltmeisterschaft (Inclusion World Championship for Sailing) teil. Auch beim Heinz-Kettler-Cup, einer inklusiven Segelserie, ging Bat Sailing an den Start. Das Event 2023 in Hamburg konnte das Team für sich entscheiden.
3. Begleitung und Gestaltung der Team-Prozesse
Von der Universität Hamburg (Prof. Claus Krieger mit Kolleg*innen, Fakultät Erziehungswissenschaften) werden wir und weitere inklusive Sportteams wissenschaftlich begleitet. Die Erkenntnisse werden verbreitet, um die Inklusion in anderen Sportarten und im Allgemeinen voranzubringen. „Segeln ist eine der inklusivsten Sportarten“ sagt das Team der Uni Hamburg.
Jährlich führte das Uni-Team in der Saisonpause einen Workshop mit uns durch, bei dem sie ihre Erkenntnisse mit uns teilen und aus dem sich für uns ergibt, woran wir arbeiten sollten und möchten. Eine wichtige Erkenntnis aus diesem Prozess: Vor allem sind wir ein „ganz normales Team“. Die meisten unserer Herausforderungen können in ähnlicher Form in den vielen anderen Sport-Teams gefunden werden.
Anfang der Saison 2024 gab es einen Team-Workshop, der von einer Psychologin geleitet wurde. Aus diesem haben sich tiefgreifende, positive Veränderungen für das Team entwickelt, von denen die Zusammenarbeit im Team die gesamte Saison profitiert haben. Anfang 2025 werden wir dieses Format wiederholen um noch besser zusammenzuarbeiten und sicherzustellen, dass die über die Saison neu hinzugekommenen Mitglieder gut ins Team integriert werden.
4. Volle Potenzialentfaltung im ambitionierten inklusiven Regattasport
Wir haben im Herbst 2023 mit einer inklusiven Crew an der Qualifikation zur Segel-Bundesliga (DSL-Pokal) teilgenommen. Eins der Crewmitglieder hat nur wenige Prozent Sehkraft. Unser Team ist stark gesegelt, verpasste die Qualifikation knapp und wir landeten auf dem „ersten Nachrückerplatz“. Nachdem ein anderes Team seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, konnten wir uns kurz vor Saisonbeginn über einen Startplatz in der 2. Segel-Bundesliga freuen.
Schnell stand für uns fest: Diese Chance möchten wir nutzen! Unsere erste Liga-Saison war ein großes Abenteuer. An fünf „Spieltage“ (à jeweils drei Tage), konnten wir verstärkt Sichtbarkeit für inklusives Segeln generieren und zeigen, dass inklusive Teams auf der Regattabahn ernstzunehmende Konkurrenz darstellen können. Wir haben intensiv trainiert und konnten am Ende der Saison knapp den Klassenerhalt sichern – keinesfalls eine Selbstverständlichkeit als Aufsteiger.
Analog zur bekannten Bundesliga im Fußball, gibt es auch im Segelsport eine erste und zweite Bundesliga mit jeweils 18 Teams, um den besten Segelverein Deutschlands zu ermitteln. Die Wettfahrten finden auf gestellten Booten statt, die zudem durchgetauscht werden, um sicherzustellen, dass das seglerische Können ausschlaggebend ist (während im Segelsport sonst auch Materialfragen zum Ergebnis beitragen). Das Ligaformat zeichnet sich durch kurze, sehr intensive Rennen aus. Diese Kompaktheit führt zu action-reichen Bildern, die in den Segelmedien eine hohe Präsenz haben. Live-Tracking (und teilweise Live-Streaming) machen es möglich, die Rennen auch auf Distanz mitzuerleben.
Zwischen den Teams der Liga gibt es – trotz Konkurrenz auf der Regattabahn – guten Austausch und regelmäßige gemeinsame Trainings.
Unsere Teilnahme in der 2. Segel-Bundesliga 2024 sahen wir als große Chance, herauszufinden und zu zeigen, was im inklusiven Segelsport machbar ist. Es ist uns wichtig zu zeigen, dass auch der inklusive Segelsport in sich eine große Diversität aufweist. Gerade Bilder, die zeigen, wie inklusive Teams Plätze erobern in einem bereits bestehenden sportlichen Umfeld, das auf Wettkampf ausgelegt ist, gab es bisher kaum.
Danke an alle, die diese Liga-Saison möglich gemacht haben! Gemeinsam haben wir bei jedem Spieltag und jedem Training Inklusion im Segelsport sichtbar gemacht.
Jetzt geht es an die Saisonplanung für 2025. Wir möchten wieder antreten, in der Liga noch stabiler segeln, noch selbstverständlicher Teil dieser Events sein und gleichzeitig unser Team ausbauen.
Über das BAT Sailing Team
Das Bat Sailing Team (bat für engl. Fledermaus – kann nicht sehen, aber fliegen) entstand Ende 2020 als Idee bei einem Segel-Workshop für blinde und sehbehinderte Personen. Aktuell sind wir 13 aktive Teammitglieder in der Kerncrew. Das Team besteht aus Blinden, Sehbehinderten, einer Gehörslosen, Hörenden und Sehenden. Als Team organisieren wir uns selbst. Neben dem Training auf dem Wasser und Bootsarbeiten, bei denen alle mit anpacken, treffen wir uns vor allem auch in der Wintersaison, um uns abzustimmen. Es geht darum anstehende Aufgaben und Organisation zu verteilen damit wir in der nachfolgenden Saison unsere Ziele erreichen können. Das Bat Sailing Team ist auch ein Raum für Wachstum und Entwicklung; seglerisch, persönlich und als Gruppe. Unter anderem beschäftigen wir uns viel mit der Frage, wie effektive Teamkommunikation funktioniert, wenn der visuelle Input fehlt. Wir sind sicher: von diesen Erkenntnissen profitieren auch nicht-inklusive Sportteams.
Das gesamte Team mit Trainerin Silke Basedow bei der Kieler Woche.
Wer steht hinter dem BAT Sailing Team?
Das Bat Sailing Team ist ein Gemeinschaftprojekt des Norddeutschen Regatta Vereins und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.. Der Segelbetrieb außerhalb der Segel-Bundesliga und das Trainingsboot sowie die die wissenschaftliche Begleitung werden von der Reinhard Frank Stiftung finanziert. Die Trainer für die Segelkurse für Sehbehinderte und Blinde werden von Rotary Deichtor finanziert. Das Bat Sailing Team wird für Wir sind Wir Inclusion in Sailing in der Deutschen Segel-Bundesliga an den Start gehen. Der Norddeutsche Regattaverein (NRV) unterstützt das Bat Sailing Team mit einem Bootsliegeplatz. Susann Beucke (Silbermedaillengewinnerin in der Bootsklasse 49er FX bei den olympischen Sommerspielen in Tokio) unterstützt das Projekt als Schirmherrin.
Das sagt die Presse
Starke Partner bleiben an Bord: Elvstøm Sails und Pantaenius verlängern ihre Partnerschaften mit Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.
BAT Sailing Team – gelebte Inklusion auf der Regattabahn: Teamworkshop bereitet Saison 2026 vor
„boot“ Düsseldorf 2026: Starke Partnerschaften für das BAT Sailing Team
Danke Pantaenius – Langjähriger Partner des BAT Sailing Teams
BAT Sailing Team im internationalen wissenschaftlichen Fachmagazin: Studie in „Frontiers in Sports and Active Living“ veröffentlicht
Saisonabschluss 2025: BAT Sailing Team – gelebte Inklusion auf der Regattabahn beim Väterchen Frost
BAT Sailing Team – Gelebte Inklusion auf der Regattabahn: Erfolgreich in der Deutschen Segel-Bundesliga und Leuchtturm für Inklusion im Segelsport
Ein unglaublich erfolgreiches Wochenende für Wir sind Wir – Inclusion in Sailing
Die Lausitz – Wo alles begann: BAT Sailing Team bei Heimregatta am Geierswalder See
Starke Leistung beim 4. Spieltag der Segel-Bundesliga am Wannsee
Inklusives Segeln bei der Kieler Woche
Auch David Koch ist bei der J70-Regatta dabei. Vor vier Jahren hat er mit dem Segeln bei einem inklusiven Workshop angefangen.
Zum Beitrag der Sendung: Schleswig-Holstein Magazin | 27.06.2024 | 19:30 Uhr
Kontakt
Wir sind Wir-Inclusion in Sailing e.V.
Förderung inklusives Segeln und Frauen im Segelsport
Gartenstrasse 29
02977 Hoyerswerda
+49 171 6835555
clemens.kraus@wir-sind-wir.org
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