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Pressemitteilung: Finale des Heinz Kettler Deutschland Cups in Belgien

Inklusive Regattaserie segelt ihr Finale erstmals im Ausland · 19. und 20. September beim Royal Yacht Club Warche, Bütgenbach · Die belgischen Gastgeber kämpfen ums Podium · Offizielle Eröffnung am Freitag, 18. September

Bütgenbach/Hoyerswerda, 16. September 2026. In ihrer vierten Saison macht die einzige nationale inklusive Regattaserie Deutschlands zum ersten Mal Station im Ausland: Am 19. und 20. September wird beim Royal Yacht Club Warche in Bütgenbach das Finale des Heinz Kettler Deutschland Cups 2026 gesegelt. Menschen mit und ohne Behinderung segeln dort in denselben Booten, nach denselben Regeln und um dieselben Platzierungen – und um den Titel, der nach zwei von drei Spieltagen noch nicht vergeben ist. Am Heinz Kettler Deutschland Cup 2026 haben in dieser Saison insgesamt 20 unterschiedliche Crews aus vier Nationen teilgenommen.

Die Ausgangslage: Norwegen führt, drei Teams kämpfen ums Podium

Nach zwei Spieltagen liegt das SALTO SAILING Team Norway mit Skipper Stian Kristiansen (Moss Seilforening) und Elliot Finnestrand (Kongelig Norsk Seilforening) vorn: Platz zwei in Hamburg, Sieg beim 2. Spieltag im Rahmen des SailGP in Sassnitz, drei Punkte. Vier Punkte dahinter folgt das Team „Die Zwei“ mit Skipper Jürgen Brietzke (Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.) und Siggi Mainka, Paralympics-Goldmedaillengewinner von Peking 2008 – die Sieger des Auftakts auf der Alster, die in Belgien leider gesundheitsbedingt nicht starten können. Auf Platz drei liegt das BLAG Sailing Team der Gastgeber mit Skipper Alexandre Grosjean und Benoît Lumay, gefolgt vom Team Alster HSC des Hamburger Segel-Clubs mit Skipper Dirk Thalheim und Stephanie Brix sowie dem Team WindSpiel.

Gewertet wird nach dem Low-Point-System: Die Tagesplatzierungen der drei Spieltage werden addiert – wer insgesamt am wenigsten Punkte hat, gewinnt; bei Punktgleichheit zählt das beste Einzelergebnis. Klarer Titelanwärter sind damit die Norweger. Um die Plätze zwei und drei ist es eng – und die Gastgeber vom Royal Yacht Club Warche haben in ihrem Heimspiel die Chance auf einen Platz auf dem Podium.

Gesamtwertung nach zwei von drei Spieltagen (Stand 2. September 2026):

RangTeam1. Spieltag Hamburg2. Spieltag SassnitzGesamt
1.SALTO SAILING Team Norway213
2.Die Zwei167
3.BLAG Sailing Team459
4.Alster HSC3710
5.WindSpiel5813

Vollständige Gesamtliste mit allen 20 Teams über den Pressekontakt.

„Das Großartige am Heinz Kettler Cup ist die Gelegenheit, viele Starts und Rennen zu absolvieren, vorausgesetzt, die Windbedingungen spielen mit. Bei einem hohen Wettbewerbsniveau wüsste ich nicht, wo man die RS Venture sonst so viel segeln kann. Wir stellen auch fest, dass die anderen Teilnehmer immer besser werden und die Rennen enger werden. Und wir dürfen die Organisatoren nicht vergessen, die dafür sorgen, dass alles reibungslos abläuft, und immer bereit sind, mit anzupacken. Ihr liefert auf einem bemerkenswert hohen Niveau ab, was den Heinz Kettler Cup für das Team Salto in jeder Saison zu einem Pflichttermin macht.“

– SALTO SAILING Team Norway, Stian Kristiansen und Elliot Finnestrand

Wer in Bütgenbach segelt

Das Feld zeigt, was inklusiver Regattasport bedeutet: Dirk Thalheim und Stephanie Brix vom Team Alster HSC segelten bei der Para-Europameisterschaft 2026 auf Platz drei – in Bütgenbach gehen sie für den Hamburger Segel-Club an den Start.

Zum Feld gehört auch Sophia. Die Zehnjährige ist sehbehindert und hatte im Mai 2025 ihre erste Segelstunde – bei Susann Beucke, Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Tokio. Seit gut einem Jahr trainiert sie regelmäßig – heute im Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany: mindestens eine Einheit pro Woche auf der Hamburger Außenalster, dazu mehrere Trainingswochenenden. Sie hat den Segelsport mit großer Leidenschaft für sich entdeckt und segelt in dieser Saison vom Helga Cup über den Heinz Kettler Deutschland Cup bis Sassnitz – in regulären Wettfahrten, Seite an Seite mit erfahrenen Seglerinnen und Seglern, nicht in einer eigenen Kinderwertung.

Premiere in Belgien – und ein Ziel: Europa

Der Royal Yacht Club Warche liegt am See von Bütgenbach in Ostbelgien, nur rund zwölf Kilometer hinter der deutsch-belgischen Grenze. Sein BLAG Sailing Team war bei beiden bisherigen Spieltagen am Start und segelte in Hamburg wie in Sassnitz unter die besten fünf – jetzt richtet der Club das Finale aus. Für die Serie ist der Schritt über die Grenze mehr als ein Ortswechsel: Sie versteht sich als Plattform für inklusiven Regattasport in Europa, und die Veranstalter wollen die europäische Ausrichtung in den kommenden Jahren ausbauen.

„Wir möchten das inklusive Segeln über die Grenzen hinaus verbreiten und zeigen, dass es ein Sport ist, der allen offensteht. Inklusion ist die Grundlage einer Gesellschaft, in der jeder respektiert wird.“

– Alexandre Grosjean, Mitglied des Royal Yacht Club Warche

Ablauf

Das Finale wird am Freitag, 18. September, am Abend offiziell eröffnet. Am Samstag, 19. September, beginnt der Regattatag gegen 9 Uhr mit dem Skipper-Briefing; die Wettfahrten sind von 10.30 bis 18 Uhr geplant. Am Sonntag, 20. September, wird ab etwa 9.30 Uhr gesegelt, die Siegerehrung des 3. Spieltags und der Gesamtwertung 2026 ist für 16.30 Uhr vorgesehen. Zeiten können sich durch Wetter und Entscheidungen der Wettfahrtleitung ändern.

Veranstaltungsort: Royal Yacht Club Warche, Worriken 2c, B-4750 Bütgenbach

„Mit dem Finale in Belgien und somit dem ersten internationalen Veranstaltungsort setzen wir einen weiteren Akzent über Deutschland hinaus. Künftig wollen wir die internationale Ausrichtung nach und nach verstärken, um dem inklusiven Segelsport und dem Heinz Kettler Cup noch mehr Sichtbarkeit zu geben.“

– Andreas Sand, Vorstand der Heinz Kettler Stiftung

Die Saison 2026 in Zahlen

Zwei Spieltage sind gesegelt: der Auftakt am 14. und 15. Mai auf der Hamburger Außenalster beim Hamburger Segel-Club mit 16 Crews und 24 Wettfahrten, Sieger „Die Zwei“ – und der 2. Spieltag vom 18. bis 20. August im Rahmen des SailGP in Sassnitz mit 15 Crews und 32 Wettfahrten, Sieger SALTO SAILING Team Norway. 20 Teams aus Belgien, Deutschland, Norwegen und Tschechien stehen in der Gesamtwertung.

Partner und Förderer

Namensgeberin und Hauptförderin der Serie ist die Heinz Kettler Stiftung. Gründer und Initiatoren sind der Yachtclub Möhnesee, die Heinz Kettler Stiftung und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. Ausrichter des 1. Spieltags war der Hamburger Segel-Club, Ausrichter des Finales ist der Royal Yacht Club Warche. Der 1. Spieltag in Hamburg wurde von Hamburg Active City unterstützt, der 2. Spieltag im Rahmen des SailGP in Sassnitz vom Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank, dem Land Mecklenburg-Vorpommern und vielen weiteren Förderern. Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. ist Purpose Partner des Germany SailGP Teams. Das Finale in Bütgenbach wird im Rahmen des Small Project Fund „People to People“ Interreg Maas-Rhein (NL-BE-DE) durchgeführt und von der Europäischen Union gefördert.

Über den Heinz Kettler Deutschland Cup

Der Heinz Kettler Deutschland Cup ist die erste und einzige nationale inklusive Regattaserie Deutschlands. Erstmals ausgetragen 2023, geht die Serie 2026 in ihre vierte Saison.

Gesegelt wird ohne getrennte Klassen: Seglerinnen und Segler mit und ohne Behinderung bilden gemeinsame Crews. Die Boote der Klasse RS Venture Connect stellt der Veranstalter – verstellbare Sitze, Joystick-Steuerung und ein selbstaufrichtender Rumpf machen sie für unterschiedliche Behinderungen anpassbar, und kein Team muss ein eigenes Boot besitzen oder transportieren. Seit Para-Segeln nach den Paralympischen Spielen 2016 in Rio nicht mehr zum paralympischen Programm gehört, schafft die Serie eine eigenständige Plattform für ambitionierten inklusiven Regattasport. 2025 wurde erstmals eine inklusive Regatta im Rahmen des SailGP in Sassnitz gesegelt; im selben Jahr wurde das Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany gegründet, in dem junge Seglerinnen und Segler mit und ohne Behinderung gemeinsam für den Regattasport ausgebildet werden.

Die 1999 gegründete Heinz Kettler Stiftung setzt den Inklusionsgedanken zwischen Freizeitsport und Behindertensport in die Praxis um und fördert Projekte auf regionaler und Bundesebene – ohne Beschränkung auf Sportart, Alter oder Geschlecht.

Presse-Service

Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind beim Finale in Bütgenbach willkommen. Für die Berichterstattung vom Wasser steht ein Fotoboot zur Verfügung. Presseakkreditierungen bitte per E-Mail an sven.juergensen@wir-sind-wir.org.

O-Töne und Bildmaterial vermitteln wir kurzfristig. Ergebnisse und Fotos vom Finale werden im Anschluss an den 3. Spieltag bereitgestellt.

Meldeliste und Ergebnisse 3. Spieltag: manage2sail.com/de-DE/event/HKDC20263 [Link prüfen]

Pressebilder 1. Spieltag Hamburg (honorarfrei zur redaktionellen Verwendung):

flickr.com/photos/svenjjj/albums/72177720333676878

Pressebilder 2. Spieltag Sassnitz: flickr.com/photos/svenjjj/albums/72177720335185770

Bildnachweis bei Veröffentlichung: © Sven Jürgensen / Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. (Hamburg); © Marcel Haupt / Germany SailGP Team und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. (Sassnitz)

Pressemitteilungen zum 1. und 2. Spieltag: www.wir-sind-wir.org

SAIL GP 2026,TEAM GERMANY,SASSNITZ GRAND PRIX,BEHINDTHESCENES,SAILING,RACEWEEK

Pressekontakt

Sven Jürgensen

Vorsitzender Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.

E-Mail: sven.juergensen@wir-sind-wir.org

Mobil: +49 171 683 5555

Web: www.wir-sind-wir.org

#wirallesegeln  #alleanbord

Das Finale des Heinz Kettler Deutschland Cups 2026 in Belgien wird unterstützt von der Europäischen Union und dem Small Project Fund „People to People“ Interreg Maas-Rhein (NL-BE-DE).

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