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„Warum können wir das nicht viel öfter machen?“

Was die inklusiven Kinder- und Jugendsegelkurse auf der Alster bewegen – und warum wir dringend Partner brauchen

Auf der Hamburger Alster segeln jede Woche Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam – auf denselben Booten, in denselben Kursen. Das ist inklusives Segeln. Und es hat mit einer Frage angefangen.

Am Ende der ersten Schnuppersegeltage an der Bugenhagenschule Alsterdorf stellten die Jugendlichen immer wieder dieselbe Frage: „Warum können wir das nicht viel öfter machen?“

Diese Frage hat alles ins Rollen gebracht. Sie ist der Grund, warum aus einzelnen Segeltagen wöchentliche Kurse geworden sind. Und aus einem Kurs neun. Wir mussten nie jemanden überreden, wiederzukommen. Wir mussten nur zusehen, dass es ein Wiederkommen gibt.

Segeln macht etwas mit Menschen

„Segeln scheint etwas mit Menschen zu machen – es verbindet, gibt Vertrauen und lässt alle über sich hinauswachsen“, fasste einer unserer Trainer einen Kurstag zusammen. Michael Aldag vom Hamburger Segel-Club sagt es so: „Es ist unglaublich zu sehen, wie der Segelsport diese Kinder verändert. Die Faszination, nur mit der Kraft des Windes voranzukommen, und plötzlich sind Beeinträchtigungen nebensächlich, und pure Lebensfreude übernimmt.“

Sophia, 10, sehbehindert, beschreibt es aus ihrer Sicht: „Jedes Mal, wenn der Wind und das Wasser um meine Ohren fliegt, spüre ich ein kleines Abenteuer in mir.“

Eine Lehrerin der Bugenhagenschule Alsterdorf war von den Veränderungen bei ihren Schülerinnen und Schülern so berührt, dass sie von sich aus darum bat, den Kurs nicht mehr alle zwei Wochen, sondern wöchentlich durchzuführen. Ihr Satz: „Das inklusive Segeln bewirkt etwas bei meinen Schülern, das ist wie die schönste Therapie.“

Wie weit das tragen kann, zeigt ein junger Mann, der unsere Projekte seit Jahren hautnah miterlebt und begleitet. Er hat ADHS und hat für sich selbst schon vor Jahren erkannt, was Segeln bei ihm bewirkt: In der Segelsaison fällt seine medikamentöse Behandlung nahezu weg. Sein Satz: „Segeln ist für mich die beste Therapie.“ Heute segelt er intensiv und aktiv Regatten.

Für uns ist Segeln trotzdem zuerst Sport – Wind, Können, Wettkampf, Spaß. Dass es nebenbei so viel bewirkt, ist ein Geschenk. Aber niemand kommt zu uns, um therapiert zu werden. Alle kommen, um zu segeln.

Und in den Kursen sehen wir es selbst. Zurückhaltende Teilnehmerinnen und Teilnehmer blühen auf, lachen und entwickeln im Team an Bord ein sichtbares Selbstbewusstsein. Ein elfjähriger Junge aus dem Werner-Otto-Institut, der noch nie zuvor gesegelt war, zeigte ein Talent, das seine Eltern und unsere Trainerinnen und Trainer gleichermaßen überraschte – wir suchen seitdem gemeinsam nach Wegen, ihn weiter zu fördern.

Wie das aussieht, lässt sich schwer beschreiben. Man muss es sehen:

Was inklusives Segeln mit Menschen macht – in einer Minute: https://www.youtube.com/shorts/jXoErhL678E

Was Eltern erleben

Am ehrlichsten erzählen es die Eltern. Sandra Hein, Mutter einer jungen Seglerin, hat ihr erstes Jahr mit uns aufgeschrieben:

„Letztes Jahr im Mai saß unsere Tochter das erste Mal in einem Segelboot. Heute dürfen wir sie auf ihrem Weg bei Regatten, Trainings und großen Segelveranstaltungen begleiten. Wenn wir auf dieses Jahr zurückblicken, erfüllt uns vor allem eines: Dankbarkeit.“

„Als Eltern eines Kindes mit Beeinträchtigung machen wir uns verständlicherweise oft große Sorgen. Gerade mir als Mutter fällt es nicht immer leicht, loszulassen. Doch besonders im letzten Jahr habe ich erlebt, wie positiv sich die viele Zeit auf dem Wasser auf unsere Tochter auswirkt. Immer wieder sehe und spüre ich, wie sie daran wächst, selbstständiger wird und an Selbstvertrauen gewinnt.“

„Hier wird nicht darüber gesprochen, was Kinder nicht können, sondern darüber, was möglich gemacht werden kann.“

„Unsere Kinder wachsen an ihren Aufgaben, gewinnen Selbstvertrauen, übernehmen Verantwortung und treffen eigene Entscheidungen. Sie werden ernst genommen und dürfen selbst entscheiden, wann sie eine Pause benötigen oder welche Herausforderungen sie sich zutrauen.“

Dass Eltern anfangs zögern, kennen wir gut. Wir erleben immer wieder, dass die Barrieren zuerst im Kopf sitzen und Eltern glauben, ihr Kind könne nicht segeln. In allen Kursen konnten unsere Trainerinnen und Trainer bisher alle Beteiligten vom Gegenteil überzeugen.

Gemeinsam – das ist der eigentliche Punkt

Wichtiger noch als das Segeln selbst ist, mit wem gesegelt wird.

An der Bugenhagenschule Alsterdorf gehen ganze Klassen aufs Wasser. Nicht eine Fördergruppe, nicht eine Auswahl – die Klasse. Kinder und Jugendliche mit schwersten körperlichen Behinderungen und mit Lernschwierigkeiten, Rollstuhlnutzende, Kinder und Jugendliche im Autismus-Spektrum und ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, gemeinsam auf denselben Booten, jeden Mittwoch und jeden Donnerstag am Vormittag. Fest im Stundenplan. Nicht als Ausflug, nicht als Projektwoche.

Ein Junge aus unseren Kursen wollte gar nicht allein segeln lernen. Er wollte mit seinem besten Freund zusammen anfangen – und so haben die beiden es gemeinsam gelernt und gemeinsam auf die Mittwochsregatta hingearbeitet, obwohl nur einer von ihnen eine Behinderung hat.

Das Werner-Otto-Institut segelt regelmäßig donnerstagnachmittags mit uns auf der Alster: Kinder und Jugendliche ab acht Jahren, manche mit, manche ohne Behinderung, gemeinsam auf dem Wasser. Der Leiter des Instituts, Dr. Joachim Riedel, war selbst mit seiner Tochter an Bord – ein Partner, der nicht vom Steg aus zuschaut, sondern mitsegelt.

Nach den Sommerferien standen Lilli und ihre Mutter Sylvia spontan am Steg. Lilli hat Trisomie 21 und interessiert sich fürs Segeln. Lange überlegen mussten wir nicht: Schwimmweste an, ab aufs Wasser. Man hat ihr angesehen, wie sehr sie es genossen hat. Und das Wichtigste: Lilli möchte wiederkommen.

Beim Segel-Verein Altona-Oevelgönne trainieren Kinder und Jugendliche mit Behinderung im ganz normalen Training auf dem Optimisten, der klassischen Einsteigerjolle für Kinder – mittendrin, nicht daneben. Und in unseren Familiensegelangeboten segeln Eltern und Kinder zusammen – für viele Familien der erste gemeinsame Sport überhaupt, bei dem niemand betreut wird und niemand betreut, sondern alle gleichzeitig Anfängerinnen und Anfänger sind.

Genau das meinen wir, wenn wir sagen: Auf dem Wasser sind wir alle gleich. Die Behinderung bleibt an Land.

Vom Schnuppertag bis zur Regatta – für alle, die wollen

Der Einstieg bei uns ist so niedrigschwellig wie möglich. Ein Schnuppertag, ein Nachmittag, ein einzelner Törn – ausprobieren, ohne Hürden, ohne Wartezeit, ohne lange Erklärungen.

Aber dabei bleibt es nicht. Einmal schnuppern ist schön, und ein Aktionstag erzeugt Bilder, Aufmerksamkeit und gute Laune. Die entscheidende Frage stellt sich am Tag danach: Was kommt jetzt? Wer regelmäßig segelt, erlebt Selbstwirksamkeit, Routine und Zugehörigkeit – und irgendwann die Erkenntnis, dass man hier nicht Gast ist, sondern Crewmitglied.

Und manche wollen mehr. Segeln ist eine der wenigen Sportarten, in denen Menschen mit und ohne Behinderung in derselben Regatta gegeneinander antreten – auf demselben Kurs, in derselben Wertung. Deshalb hört unser Angebot nicht beim Freizeitsegeln auf. Wer den Ehrgeiz mitbringt, bekommt bei uns den Weg in den ambitionierten Regattasport. Erste Kinder und Jugendliche aus unseren Kursen segeln inzwischen aktiv Regatten – nicht in einer eigenen Wertung für Kinder, sondern in regulären Wettfahrten, Seite an Seite mit erwachsenen Seglerinnen und Seglern.

Sophia saß im Mai 2025 zum ersten Mal in einem Segelboot; ihre erste Stunde gab ihr Susann Beucke, Olympia-Silbermedaillengewinnerin von Tokio 2021. Ein Jahr später stand sie beim Helga Cup am Start, der weltweit größten Frauenregatta, und brachte von der Internationalen Deutschen Meisterschaft im inklusiven Segeln eine Silbermedaille mit in ihre Klasse.

Bei der inklusiven Regatta parallel zum SailGP in Sassnitz brachte es Stefanie Drese, Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern, auf den Punkt: „Von der zehnjährigen sehbehinderten Sophia, die erst 2025 mit dem Segeln begonnen hat, bis zum Medaillengewinner der Europameisterschaften 2026 – alle sind Teil desselben Wettbewerbs.“

Seit Oktober 2025 werden junge Seglerinnen und Segler mit Behinderung im Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany gezielt für den ambitionierten Regattasport ausgebildet, gemeinsam getragen vom Hamburger Segel-Club, der Heinz Kettler Stiftung und uns. Clemens Kraus, unser Gründer, beschreibt den Anspruch so: „Unser Ziel ist es nicht, dass diese Kinder und Jugendlichen nur mitgenommen werden. Wir wollen sie so befähigen, dass sie eigenständig Verantwortung auf dem Wasser übernehmen können – als kompetente Mitglieder des Teams.“ Ausgebildet wird ausdrücklich nicht in eine Sonderklasse hinein, sondern in den regulären Regattasport.

Wolf Dieter Jahn vom Hamburger Segel-Club hat es einmal so gesagt: „Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, allen Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Segelsport zu ermöglichen. Wenn wir sehen, mit welcher Begeisterung und Freude die Jugendlichen segeln, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Schulsegelkurs – Schule Elfenwiese

Auch mit schwersten Behinderungen

Es gibt einen Satz, den wir oft hören: Das geht doch nicht bei jedem.

Doch. Es geht.

Auf der barrierefreien RS Venture Connect kann auch steuern, wer sich nicht aus eigener Kraft aufrecht halten kann. Das Boot lässt sich an den jeweiligen Bedarf anpassen. So kommt an Bord, wer an Bord kommen möchte, unabhängig davon, wie mobil jemand an Land ist. Rollstuhlfahrende bleiben teilweise im eigenen Rollstuhl.

Und dazu gehört mehr als Steuern – alles, was zum Segeln dazugehört, vom Boot klarmachen bis zum Aufklaren am Ende. Gerade diese Handgriffe schaffen Routine, Verantwortung und das Gefühl, ein vollwertiger Teil der Crew zu sein.

Es geht nur nicht so, wie es bei anderen geht. Regelmäßig werden wir von Familien von Kindern und Jugendlichen mit schwersten Behinderungen angesprochen, für die ein Gruppenkurs mit bis zu zwanzig Kindern und Jugendlichen nicht passt. Sie brauchen ein Training eins zu eins, manchmal eins zu zwei – eine Trainerin oder ein Trainer, die ganze Zeit an ihrer Seite.

2025 haben wir mit diesen Einzeltrainings angefangen und das Angebot 2026 ausgebaut. Acht Kinder und Jugendliche trainieren inzwischen so. Es ist der aufwendigste Teil unserer Arbeit – und der, bei dem sich entscheidet, ob Inklusion ein Wort bleibt oder Alltag wird.

Es ist zugleich der Teil, bei dem die Nachfrage am stärksten wächst. Es kommen mehr Anfragen, als wir annehmen können.

Und dann passiert dort dasselbe wie überall sonst. Nach der ersten Stunde kommt die Frage: Wann segeln wir wieder?

Wie das alles angefangen hat

2020 fand in Hamburg die erste inklusive Segel-Weltmeisterschaft statt. Noa, ein Mädchen mit Trisomie 21, segelte dort mit ihrem Vater. Gregor Ronig erinnert sich: „Es ist absolut fantastisch, wenn hier gegeneinander gesegelt wird, ohne zu gucken, wer hat was – das macht einfach Spaß.“

Entscheidend war aber der Moment danach. Noa ging zurück in ihre Klasse an der Bugenhagenschule Alsterdorf und lud ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ein: Kommt mit. Auf die Alster. Gemeinsam.

Daraus wurde 2023 ein erster gemeinsamer Segeltag für rund 40 Kinder, Jugendliche, Lehrkräfte und Eltern. 2024 folgten Schnuppertage für weitere Klassen. 2025 wurde daraus ein wöchentlicher Schulsegelkurs, seit 2026 segeln zwei Jahrgangsstufen.

Die „Inklusive Alster“ ist kein einzelnes Projekt, sondern ein Verbund. Sieben Hamburger Wassersportvereine haben sich zusammengeschlossen, damit Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam segeln, rudern und paddeln – auf einem Revier, mitten in der Stadt. Jeder Verein bringt ein, was er hat: Gelände, Boote, Trainerinnen und Trainer, Erfahrung.

Zum Verbund gehören der Hamburger Kanu-Club, der Hamburger Segel-Club, der Hamburger Segel-Verband, der Ruder-Club Favorite Hammonia, der Ruderverein an den Teichwiesen, der Segel-Verein Altona-Oevelgönne und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.

Und es geht dabei längst um mehr als Segeln. Beim Ruderverein an den Teichwiesen rudern seit April 2026 blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche. Beim Ruder-Club Favorite Hammonia trainiert die Gruppe FunFari für Menschen mit Lernschwierigkeiten und startet bei den Nationalen Spielen der Special Olympics. Beim Hamburger Kanu-Club paddeln Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in Zweierbooten. Der Hamburger Segel-Verband begleitet das Ganze als Landesverband. Gemeinsam wollen wir die Alster zum weltweit inklusivsten Wassersportrevier gestalten.

Inzwischen kommen über 160 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Behinderungen regelmäßig mit uns aufs Wasser – mit der Bugenhagenschule Alsterdorf, dem Werner-Otto-Institut, dem Campus Uhlenhorst und der Schule Elfenwiese, in den Kursen für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche, im Eins-zu-eins- und Eins-zu-zwei-Training, im Jüngstentraining für die Kleinsten und im Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany.

Im Dezember 2025 wurde das Projekt der Segelkurse mit der Bugenhagenschule Alsterdorf mit dem Annemarie Dose Preis ausgezeichnet. Das Preisgeld ist vollständig in den Ausbau der Kurse geflossen.

Mit dem Norddeutschen Regatta Verein realisieren wir gemeinsam den Segelkurs mit dem Campus Uhlenhorst und das inklusive Regattateam BAT Sailing Team – gelebte Inklusion auf der Regattabahn.

Was der Verbund insgesamt auf die Beine stellt, zeigt dieser Film: Was auf der Alster realisiert wird: https://www.youtube.com/watch?v=JrpsZ8IYIBo. Und wer wissen möchte, welche Angebote es im Einzelnen gibt – vom Schulsegelkurs über das inklusive Rudern bis zum Kanusport –, findet sie hier: Inklusive Alster 2026: https://www.wir-sind-wir.org/inklusive-alster-2026/

Ein Kind hat seine Klasse eingeladen. Der Rest ist die Arbeit vieler Hände.

Woran es jetzt hängt

Was uns fehlt, ist nie die Idee. Es sind die Honorare für unsere Honorartrainerinnen und Honorartrainer – und das Geld für Unterhalt und Instandhaltung der Boote.

Boote, Infrastruktur, Theorieunterricht, Koordination und Organisation tragen die Vereine und viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Die Trainerhonorare sind neben dem Bootsunterhalt der größte Posten – und einer, den wir für jeden einzelnen Kurs neu einwerben müssen. Dazu kommt die Flotte: Boote, die jede Woche im Einsatz sind, brauchen Pflege, Wartung und regelmäßig neue Segel, und für jeden zusätzlichen Platz auf dem Wasser braucht es ein weiteres barrierefreies Boot. Ohne qualifizierte Trainerinnen und Trainer geht kein Boot raus, erst recht keines im Eins-zu-eins-Training. Wie viel daran hängt, zeigt ein Beispiel: Ohne die persönliche Segel-Patenschaft eines Trainers hätten die Mittel nicht gereicht, um eine unserer jungen Seglerinnen ein ganzes Jahr lang zu trainieren.

Dazu kommt die Frage der Dauer. Von allen Kursen und Angeboten, die wir anbieten, sind derzeit genau zwei über bis zu drei Jahre finanziert. Bei allen übrigen endet die Förderung mit dem Kursjahr, und wir kämpfen jeden Herbst aufs Neue um die Mittel für die kommende Saison.

Ein Kurs, der im Herbst nicht weiß, ob er im Frühjahr wieder startet, ist kein Angebot – er ist ein Versprechen auf Widerruf. Kinder und Jugendliche merken das. Schulen planen anders. Trainerinnen und Trainer nehmen andere Aufträge an.

Deshalb sind wir der Kroschke Kinderstiftung so dankbar. Sie fördert unsere Kurse seit Jahren, hat den Kurs mit der Schule Elfenwiese bereits für 2027 gesichert und uns für die kommenden Jahre weitere Projekte zugesagt. Nadine Weber-Kroschke, Vorständin der Stiftung, sagt über die Zusammenarbeit: „Wir erreichen es nur gemeinsam mit Partnern wie Wir sind Wir Inclusion in Sailing oder dem Werner-Otto-Institut.“ Was diese Verlässlichkeit wert ist, versteht man erst, wenn man einmal im November nicht wusste, wer im April das Training bezahlt.

Was wir suchen

Wir wollen das Eins-zu-eins- und Eins-zu-zwei-Training weiter ausbauen. Das ist keine Randnotiz unseres Programms. Es ist der Kern dessen, was Inklusion im Sport bedeutet: dass am Ende auch die Kinder und Jugendlichen segeln, bei denen es aufwendig ist. Dass niemand aussortiert wird, weil sein Unterstützungsbedarf zu hoch ist.

Dafür brauchen wir Förderinnen und Förderer, Sponsorinnen und Sponsoren, Unternehmen und Stiftungen. Und wir brauchen sie nicht für ein Jahr, sondern für mehrere – weil aus einem Angebot erst dadurch eine Verlässlichkeit wird.

Konkret suchen wir Unterstützung für:

  • Trainerhonorare – ein maßgeblicher Posten, ohne den kein Kurs stattfindet
  • Plätze im Eins-zu-eins- und Eins-zu-zwei-Training für Kinder und Jugendliche mit schwersten Behinderungen
  • ganze Schulsegelkurse über eine komplette Saison
  • weitere barrierefreie Boote, damit mehr Kinder und Jugendliche gleichzeitig aufs Wasser können
  • den Unterhalt der bestehenden Flotte – Boote, die jede Woche im Einsatz sind, brauchen Pflege, Wartung und regelmäßig neue Segel
  • mehrjährige Partnerschaften, die aus einem Kursjahr eine Perspektive machen

Und wir suchen nicht nur Geld. Jeder unserer Kurse wird von einer ausgebildeten, qualifizierten Honorartrainerin oder einem Honorartrainer geleitet – und zusätzlich von ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern unterstützt. Erst dieses Zusammenspiel macht es möglich, dass alle an Bord wirklich segeln und niemand nur mitfährt. Genau für diese Unterstützung suchen wir ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer, die Lust haben, unsere Projekte regelmäßig zu begleiten. Wichtig dabei: Es geht überwiegend um Zeiten tagsüber. Die Schulsegelkurse liegen am Vormittag, viele Einzeltrainings am frühen Nachmittag.

Wer solide Segelerfahrung mitbringt, gern mit Kindern und Jugendlichen arbeitet und sich vorstellen kann, regelmäßig auf der Alster dabei zu sein, ist bei uns richtig. Eine Trainerlizenz ist willkommen, aber keine Bedingung – und Erfahrung im inklusiven Segeln ist ausdrücklich keine Voraussetzung, die bringen wir bei.

Wenn Sie über Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation dazu beitragen möchten, sprechen Sie uns an. Am liebsten zeigen wir Ihnen das an einem Vormittag auf der Alster, wenn die Boote rausgehen – Sie müssen dafür nicht segeln können. Sie werden dort dieselbe Frage hören wie wir.

Denn der Satz, mit dem wir dieses Projekt beschreiben, ist kein Slogan. Er ist eine Zusage, die wir jedes Jahr neu einlösen müssen:

Alle Kinder segeln – kein Kind bleibt an Land.

#AlleAnBord #wirallesegeln

Sven Jürgensen, Vorsitzender

Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.

sven.juergensen@wir-sind-wir.org

Sven Jürgensen, Vorsitzender

Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.  ·  sven.juergensen@wir-sind-wir.org

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