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2.000 Euro für Kinderlachen 009 Rügen: Inklusive Regatta in Sassnitz startet mit einer Spende

13 Wettfahrten bei bestem Ostseewind · 15 Crews aus vier Nationen · Emotionale Eröffnungsfeier im Alten Kühlhaus mit dem Germany SailGP Team

Sassnitz, 18. August 2026

Der erste Tag der inklusiven Regatta im Stadthafen Sassnitz hat mit einer Spende geendet: 2.000 Euro für Kinderlachen 009 Rügen e.V. Der Verein setzt sich für kranke und bedürftige Kinder ein – auf Rügen und darüber hinaus.

Geplant war das nicht. Beim Hafenfest in Sassnitz sind wir am Samstag den Ehrenamtlichen von Kinderlachen 009 Rügen begegnet. Die Begegnung ging uns so nah, dass wir sie kurzerhand zur Eröffnungsfeier eingeladen haben. Dort übergab unser Verein eine Spende über 1.000 Euro – und zwei private Spender legten noch einmal je 500 Euro dazu. So konnte Clemens Kraus am Ende 2.000 Euro überreichen.

Für uns passt das zusammen: Eine Regatta, bei der Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt segeln, sollte auch dort etwas zurückgeben, wo sie zu Gast ist.

Auf dem Wasser: 13 Wettfahrten bei bestem Ostseewind

Gesegelt wurde an diesem Dienstag von morgens bis in den späten Nachmittag. Bei acht bis 15 Knoten Wind gingen 13 Wettfahrten über die Bahn. 15 Crews aus Belgien, Deutschland, Norwegen und Tschechien sind am Start, jede inklusiv besetzt: Menschen mit und ohne Behinderung segeln in denselben Booten, nach denselben Regeln, im direkten Wettbewerb. Gesegelt wird auf acht barrierefreien Booten der Klasse RS Venture Connect. Die Regatta ist der zweite Spieltag des Heinz-Kettler-Deutschland-Cups.

Zwischenstand nach dem ersten Tag

An der Spitze steht das BYC Inklusions Team des Bayerischen Yacht-Clubs vom Starnberger See – mit einer Serie, die sauberer kaum sein könnte: vier Wettfahrten, vier erste Plätze, vier Punkte. Dahinter liegen punktgleich mit je sechs Zählern das Alster HSC und „Die zwei“ von Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V., beide nach drei Läufen. Es folgen das SALTO SAILING Team Norway mit neun Punkten aus fünf Wettfahrten und das Bat Sailing Team mit zehn Punkten aus sechs Wettfahrten.

Aussagekräftig ist dieses Klassement allerdings noch nicht. Weil in Gruppen gesegelt wird, haben die Crews zwischen drei und sechs Läufe hinter sich – die Tabelle gleicht sich erst an, wenn alle Teams dieselbe Zahl an Rennen absolviert haben. Gewertet wird nach dem Low-Point-System: Wer die wenigsten Punkte hat, führt.

Aktuelle Ergebnisse (Stand: 18. August, 17:54 Uhr): https://www.manage2sail.com/DE/event/HKDC20262#!/results

Eröffnungsfeier im Alten Kühlhaus

Am Abend kam das Feld im Alten Kühlhaus Sassnitz zusammen – und der Abend geriet emotionaler, als ein Regattaauftakt es üblicherweise tut.

Durch das Programm führten Andreas Sand, Vorstand der Heinz-Kettler-Stiftung, und Sven Jürgensen für den ausrichtenden Verein Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.

Ein Grußwort sprach Steffi Nerius – und zwar in doppelter Rolle. Zum einen als Speerwurf-Weltmeisterin von 2009 und Olympiazweite, die 1972 in Bergen auf Rügen geboren wurde und damit auf ihre Heimatinsel zurückkehrt. Zum anderen als stellvertretende Vorsitzende der Herman van Veen-Stiftung: Die Stiftung hat den rollstuhlgerechten Umbau der „Henk de Mol“ mitfinanziert und damit die Regattabegleitfahrten für rollstuhlfahrende Gäste überhaupt erst möglich gemacht. Bei diesen Fahrten geht Nerius selbst mit an Bord.

„Es macht mich unglaublich stolz, als Rüganerin in meinem Heimathafen Sassnitz die inklusive Segelregatta im Rahmen des SailGP eröffnen zu dürfen. Zum einen geht es um die F50-Katamarane, die mit über 100 km/h über das Wasser fliegen, und zum anderen geht es um das inklusive Segeln. Ich freue mich als stellvertretende Vorsitzende der Herman van Veen-Stiftung, dass hier Rollstuhlfahrer mit ihrem Rollstuhl direkt auf die ‚Henk de Mol‘ kommen und mitsegeln können. Ich wünsche allen viel Erfolg und genießt einen Blick auf die einzigartige Landschaft, von der Seeseite auf die Kreidefelsen von Rügen!“ – Steffi Nerius

Für die Stadt Sassnitz sprachen Bürgermeister Leon Kräusche und Stadtpräsident Norbert Benedict. Für die mitausrichtenden Vereine kamen Anja Kamradt, Vorsitzende des Berliner Yacht-Clubs, Andreas Schorr vom Verein Seglerhaus am Wannsee und Frank Beilstein von Inklusives Segeln für Alle e.V. zu Wort.

Besonders gefreut hat uns, dass fast das gesamte Germany SailGP Team presented by Deutsche Bank den Abend mitgestaltet hat – darunter CEO Tim Krieglstein, Steuermann Erik Heil, Olympia-Bronzemedaillengewinner Paul Kohlhoff, Strategin Anna Barth und Grinder Felix van den Hövel sowie Arne Stach und Anne van der Weereld. Dass ein Team, das zeitgleich im internationalen Rennkalender steht, sich Zeit für diesen Abend nimmt, ist für uns mehr als ein Termin: Es ist gelebte Partnerschaft.

Wie es weitergeht

Gesegelt wird noch am Mittwoch und Donnerstag: am Mittwoch von 10 bis etwa 18 Uhr, am Donnerstag von 10 bis etwa 17 Uhr. Die Regattabegleitfahrten für Rollstuhlfahrende an Bord der barrierefreien „Henk de Mol“ laufen täglich bis zum 23. August. Die Siegerehrung findet am Donnerstag, dem 20. August, um 19:00 Uhr in der Team Base des Germany SailGP Teams statt – mit Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport des Landes Mecklenburg-Vorpommern, die die Schirmherrschaft übernommen hat.

Presse-Service

Pressebegleitfahrten und O-Töne vor Ort vermitteln wir kurzfristig.

Alle Bilder aus Sassnitz 2026, honorarfrei zur Berichterstattung über die Veranstaltung, mit Nachweis: https://www.flickr.com/photos/svenjjj/albums/72177720335150151

Ausführliche Pressemitteilung vom 5. August: https://www.wir-sind-wir.org/neben-den-schnellsten-booten-der-welt-in-sassnitz-segeln-menschen-mit-und-ohne-behinderung-dieselbe-regatta/

Pressekontakt

Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V. · Sven Jürgensen

sven.juergensen@wir-sind-wir.org · +49 171 683 5555 · www.wir-sind-wir.org

gemeinsam mit dem Berliner Yacht-Club, dem Yachtclub Möhnesee, dem Verein Seglerhaus am Wannsee und dem Verein Inklusives Segeln für Alle e.V.

#WirAlleSegeln #AlleAnBord #SailGP #InclusionInSailing

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