Vereinsvorstellung:
Wir sind Wir – Inclusion in Sailing e.V.
Über uns
Der Verein heißt: Wir sind Wir.
Er wurde im November 2022 gegründet.
Der Verein bietet Segel-Kurse an.
Der Schwerpunkt liegt in Hamburg.
Aber der Verein ist in ganz Deutschland aktiv.
Der Verein möchte Inklusion fördern.
Inklusion bedeutet: Alle machen zusammen mit.
Niemand wird ausgeschlossen.
Beim Segeln sind alle Menschen willkommen.
Dazu gehören Menschen mit Behinderungen.
Dazu gehören auch Menschen mit wenig Geld.
Im Verein segeln alle gemeinsam.
Es gibt keine Trennung.
Menschen mit und ohne Behinderung sind zusammen.
Mehr als die Hälfte der Mitglieder sind Frauen.
Mehr als die Hälfte haben eine Behinderung.
So lebt der Verein Inklusion vor.
Der Verein hat eine besondere Gruppe.
Diese Gruppe ist für Kinder und Jugendliche.
Sie fahren zusammen Wett-Rennen mit Booten.
Das nennt sich Regatta.
Diese Gruppe ist weltweit einzigartig.
Segeln ist ein sehr offener Sport.
Fast jeder Mensch kann segeln lernen.
Die Art der Behinderung spielt keine Rolle.
Deshalb ist Segeln ideal für Inklusion.
Immer mehr Menschen kennen unsere Angebote.
Und immer mehr machen mit.
Das zeigt etwas Wichtiges: Segeln für Menschen mit Behinderung ist ein Vorbild.
Es zeigt: Alle können gemeinsam etwas tun.
Das heißt Inklusion.
Segeln passt für fast alle Menschen.
Die Art der Behinderung ist dabei egal.
Auch die Schwere ist egal.
Deshalb ist Segeln so gut für Inklusion.
Auszeichnung für den Vereinsgründer

Clemens Kraus hat einen wichtigen Preis bekommen.
Der Preis heißt Bundes-Verdienst-Kreuz.
Das ist eine große Ehre in Deutschland.
Clemens Kraus ist 66 Jahre alt.
Er hat den Verein mit gegründet.
Michael Kretschmer hat ihm den Preis gegeben.
Er ist Minister-Präsident von Sachsen.
Die Feier war im Mai 2025 in Dresden.
Clemens Kraus hilft Menschen seit über 40 Jahren.
Er besucht Schulen und Kinder-Heime.
Auch Einrichtungen für kranke Kinder besucht er.
Erfolgreiche Sportler mit Behinderung kommen mit.
Sie ermutigen junge Menschen zum Sport.
Der Preis zeigt: Die Arbeit von dem Verein ist wichtig.
Die Anerkennung gilt für das ganze Team.
Der Verein hat einen wichtigen Preis bekommen.
Der Preis heißt Annemarie Dose Preis.
Der Verein hat 6.666 Euro bekommen.
Der Verein arbeitet mit einer Schule zusammen.
Die Schule heißt Bugenhagen-Schule Alsterdorf.
Dort lernen Kinder mit Behinderungen.
Jede Woche segeln etwa 50 Kinder.
Sie haben verschiedene Behinderungen.
Die Kinder segeln auf der Alster.
Das ist ein großer See in Hamburg.
Ab 2026 sollen etwa 100 Kinder mitmachen.
Der Preis zeigt: Diese Arbeit ist wichtig für die Gesellschaft.
Leuchtturmprojekte mit nachhaltiger Wirkung
„Inklusive Alster” Hamburg
Segeln für alle in Hamburg
Die Alster ist ein See in Hamburg.
Dort können alle Menschen segeln.
Auch Menschen mit Behinderung.
Das heißt inklusives Segeln.
Wir arbeiten mit 2 Segel-Vereinen zusammen.
Gemeinsam haben wir ein großes Netzwerk.
Es ist das größte in Deutschland.
Jede Woche gibt es Segel-Kurse.
4 Schulen machen mit.
Über 150 Kinder und Jugendliche segeln dort.
Sie haben verschiedene Behinderungen.
Manche Kinder haben schwere Behinderungen.
Sie brauchen besondere Hilfe.
Deshalb bekommt jedes Kind 1 Betreuer.
Nur für sich allein.
Sehr viele Menschen wollen bei uns segeln.
Aber wir haben nicht genug Helfer.
Wir haben auch nicht genug Boote.
Deshalb können wir nicht alle aufnehmen.
Das zeigt: Unsere Arbeit ist sehr wichtig.
Helga Cup – Weltgrößte Frauenregatta inklusiv gestaltet
Der Helga Cup ist ein Segel-Wettbewerb.
Er ist nur für Frauen.
Es gibt ihn seit dem Jahr 2020.
Er findet in Hamburg statt.
Kristina Vogel ist die Schirm-Herrin.
Sie hat eine Gold-Medaille bei Olympia gewonnen.
Das war im Rad-Sport.
Jedes Jahr machen über 400 Frauen mit.
Sie kommen aus der ganzen Welt.
Frauen mit Behinderung segeln dabei.
Frauen ohne Behinderung segeln auch dabei.
Sie fahren zusammen in 1 Boot.
Die Boote haben 2 oder 4 Personen.
Das ist besonders: Die Veranstalter stellen die Boote.
So kann jede Frau mitmachen.
Auch Frauen mit wenig Geld.
Es gibt Sport-Wettbewerbe.
Es gibt auch ein Rahmen-Programm für alle.
Frauen im Rollstuhl segeln mit.
Frauen mit Seh-Behinderung segeln auch mit.
Alle sind gleich-berechtigt.
Der Helga Cup ist ein Vorbild.
Menschen in vielen Ländern schauen darauf.
Zeitungen und Fernsehen berichten viel darüber.
Heinz Kettler Deutschland Cup – Weltweit einzigartige inklusive Regattaserie für Crews
Der Deutschland Cup ist ein Segel-Wettbewerb.
Menschen mit und ohne Behinderung segeln zusammen.
Die Heinz Kettler Stiftung unterstützt den Wettbewerb.
Eine Stiftung gibt Geld für gute Projekte.
Der Wettbewerb startete 2023.
2025 ist schon die 3. Saison.
Es gibt 3 Wettbewerb-Tage im Jahr.
Sie finden an verschiedenen Orten statt:
- Möhnesee
- Sassnitz
- Hamburg
Teams aus ganz Deutschland machen mit.
Die Boote heißen RS Venture Connect.
Sie sind barrierefrei.
Auch Menschen im Rollstuhl können damit segeln.
Die Stiftung hat die Boote bezahlt.
Alle Teams nutzen sie kostenlos.
Segel-Vereine brauchen keine eigenen Boote.
So können sie leichter teilnehmen.
Sie können inklusive Teams aufbauen.
Bei jedem Wettbewerb-Tag segeln etwa 16 Teams.
Das sind über 120 Segler.

SailGP Sassnitz – Weltweite Premiere für inklusiven Segelsport
Im August 2025 gab es ein besonderes Ereignis.
Es war ein Wett-Kampf im Segeln.
Menschen mit und ohne Behinderung segelten zusammen.
Das nennt man inklusives Segeln.
Der Verein Wir sind Wir hat das gemacht.
Das Germany SailGP Team hat geholfen.
Sebastian Vettel gehört zu diesem Team.
Er war früher Renn-Fahrer in der Formel 1.
Das war eine Welt-Premiere.
Zum ersten Mal gab es so einen Wett-Kampf.
Der Wett-Kampf war vom 12. bis 14. August 2025.
Er fand in Sassnitz auf Rügen statt.
Das Motto war: Alle an Bord.
16 Teams aus 7 Ländern machten mit.
Sie segelten 3 Tage lang.
Diese Personen haben das Ereignis unterstützt:
- Minister-Präsidentin Manuela Schwesig
- Das Land Mecklenburg-Vorpommern
- Die Heinz Kettler Stiftung
- Der Vorpommern Fonds
Die Sieger-Ehrung war sehr bewegend.
Sebastian Vettel hat die Preise überreicht.
Sport-Ministerin Stefanie Drese war dabei.
Auch Katrin Adloff vom Segel-Verband kam.
Viele andere Segel-Teams waren auch da.
Sie klatschten lange im Stehen.
Das war ein toller Moment für alle.
Über 30 freiwillige Helfer haben mitgearbeitet.
Silke Basedow und Nomine Fabian haben gewonnen.
Nomine ist erst 11 Jahre alt.
Die beiden haben 2 Titel geholt.
Silber gewannen Maren Hahlbrock und Sophia Hein.
Sophia ist erst 9 Jahre alt.
Bronze gewannen Jürgen Brietzke und Siegmund Mainka.
Die 1. Veranstaltung war ein großer Erfolg.
Tim Krieglstein leitet das Germany SailGP Team.
SailGP ist ein großer Segel-Wettbewerb.
Er sagte: Diese Zusammen-Arbeit ist besonders.
Der Partner-Verein heißt Wir sind Wir.
Er setzt sich für Inklusion beim Segeln ein.
Inklusion bedeutet: Alle machen mit.
Auch Menschen mit Behinderung.
In Sassnitz gab es etwas Neues.
Dort segelten alle Menschen gemeinsam.
Das war weltweit das 1. Mal bei SailGP.
Im Jahr 2026 gibt es das Segel-Fest wieder.
Es findet vom 18. bis 20. August statt.
Der Ort ist wieder Sassnitz.
Diese Partner arbeiten dabei zusammen:
- Das Germany SailGP Team
- Sebastian Vettel
- Der Verein Wir sind Wir
- Der Norddeutsche Regatta Verein
- Der Yachtclub Möhnesee
Das Motto heißt: Alle an Bord.
So zeigen sie: Vielfalt ist wichtig.
SailGP ist ein großer Segel-Wettbewerb.
Teams aus der ganzen Welt machen mit.
Viele Menschen schauen die Rennen.
Jetzt gibt es dort auch inklusiven Segel-Sport.
Inklusiv bedeutet: Menschen mit und ohne Behinderung segeln zusammen.
Das zeigt etwas Wichtiges: Spitzen-Sport und Inklusion passen zusammen.
Dieses Projekt ist ein Vorbild für alle.
Echte Teilhabe bringt uns alle weiter.
Heinz Kettler Inclusive Youth Sailing Team Germany
Im August 2025 gab es ein besonderes Segel-Fest.
Es fand in Sassnitz auf Rügen statt.
Das Fest dauerte vom 12. bis 14. August.
Inklusiv bedeutet: Alle machen mit.
Menschen mit und ohne Behinderung segeln zusammen.
So ein Wett-Segeln gab es zum 1. Mal weltweit.
Der Verein Wir sind Wir hat das Fest geplant.
Das Germany SailGP Team hat dabei geholfen.
Sebastian Vettel gehört zu diesem Team.
16 Teams aus 7 Ländern machten mit.
Sie segelten 3 Tage lang um den Sieg.
Das Wett-Segeln war im Stadt-Hafen Sassnitz.
Das Fest hatte 2 Namen.
Es war die Internationale Deutsche Meisterschaft.
Und es war der 2. Spiel-Tag vom Deutschland-Cup.
Manuela Schwesig hat das Fest unterstützt.
Sie ist Minister-Präsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Auch das Land und mehrere Stiftungen halfen mit Geld.
Die Sieger-Ehrung war sehr bewegend.
Sebastian Vettel hat die Preise überreicht.
Er war Formel-1-Rennfahrer.
Ihm gehört ein Teil vom deutschen Segel-Team.
Sport-Ministerin Stefanie Drese war auch dabei.
Und Katrin Adloff vom Deutschen Segel-Verband.
Viele Segel-Teams aus anderen Ländern kamen.
Sie klatschten lange für die Segler.
Es waren Segler mit und ohne Behinderung.
Dieser Moment war für alle unvergesslich.
Auch für die 30 freiwilligen Helfer.
Silke Basedow und Nomine Fabian gewannen Gold.
Nomine ist erst 11 Jahre alt.
Sie gewannen 2 Wettbewerbe:
- Die Deutsche Meisterschaft.
- Den Heinz Kettler Deutschland Cup.
Silber ging an Maren Hahlbrock und Sophia Hein.
Sophia ist 9 Jahre alt.
Bronze holten Jürgen Brietzke und Siegmund Mainka.
Die 1. Veranstaltung war ein großer Erfolg.
Tim Krieglstein leitet das deutsche Segel-Team.
Er sagte: Diese Zusammen-Arbeit ist besonders.
Zum 1. Mal gab es eine inklusive Regatta.
Eine Regatta ist ein Segel-Wettbewerb.
Das war in Sassnitz.
Das gab es noch nie bei einem SailGP.
SailGP ist ein großer Segel-Wettbewerb.
Die nächste Regatta ist im August 2026.
Sie ist vom 18. bis 20. August.
Der Ort ist wieder Sassnitz.
Das deutsche Team macht wieder mit.Sebastian Vettel unterstützt die Regatta auch.
Außerdem helfen 3 Segel-Vereine mit.
Das Motto ist: Alle an Bord.
Die Regatta zeigt:Alle Menschen können segeln.
Viele Menschen auf der Welt sehen das.
So wird inklusives Segeln bekannter.
Diese Zusammen-Arbeit zeigt etwas Wichtiges.Inklusion und Spitzen-Sport passen zusammen.Inklusion bedeutet: Alle können mit-machen.
Das Projekt ist ein gutes Beispiel.
Es wirkt weit über den Sport hinaus.Es zeigt: Echte Teilhabe hilft allen.
Silke Basedow und Nomine Fabian haben gewonnen.
Nomine ist erst 11 Jahre alt.Sie holten 2 Siege:
Die Internationale Deutsche Meisterschaft
Den 2. Spiel-Tag vom Deutschland Cup
Den 2. Platz holten 2 andere Teams.
Maren Hahlbrock spielte mit Sophia Hein.
Sophia ist 9 Jahre alt.
Sie bekamen Silber.
Den 3. Platz holten auch 2 Spieler.
Jürgen Brietzke spielte mit Siegmund Mainka.
Sie bekamen Bronze.
2. Sichtbarkeit durch aktives Wettkampfsegeln im Breitensport
Das Ziel war bei der Teamgründung zunächst, mit einem inklusiven Team an einer renommierten Regatta teilzunehmen. Hierzu wurde die Kieler Woche (KiWo) ausgewählt, Deutschlands größte Segelregatta. Das Hamburger Abendblatt berichtete ausführlich vorab (1) nimmt das stetig gewachsene Team mit zwei Booten an dieser Regatta teil, worüber jeweils auch in den Medien ausführlich berichtet wird (3,4,5,6). Auf unserem Heimatrevier, der Hamburger Außenalster, nehmen wir über die Saison an den lokalen Regatten in wechselnden Crewzusammensetzungen teil.
[1] Hamburger Abendblatt vom 04.09.2021: Kieler Woche – Inklusion beim Segeln: „Wir feiern jeden Törn“, https://www.abendblatt.de/sport/article233227495/kieler-woche-inklusion-segeln-regatta-sehbehinderte-gehoerlose.html
[2] Hamburger Abendblatt vom 11.09.2021: Kieler Woche – Inklusiv segeln – ein Hamburger Team verschafft sich Respekt, https://www.abendblatt.de/sport/article233291705/segeln-inklusion-bat-sailing-team-hamburg-nrv-fc-st-pauli-blind-sehbehindert.html
[3] Pressemeldung der Kieler Woche 23: IDM der J/70: inklusiver Spitzensport https://www.kieler-woche.de/de/medien/meldung.php?id=126771
[4] Scan eines Berichts in den Kieler Nachrichten (24.06.23): https://www.wir-sind-wir.org/kein-unterschied-auf-dem-wasser/
[5] Segelreporter: “Blindfisch” bei der Kieler Woche: Wie die Bat Sailing Teams ihre J/70 trotz Handicap segeln, https://segelreporter.com/regatta/blindfisch-bei-der-kieler-woche-wie-die-bat-sailing-teams-ihre-j70-trotz-handicap-segeln/
[6]Inklusives Segeln bei der Kieler Woche. NDR, Schleswig-Holstein Magazin (27.06.24), https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Inklusives-Segeln-bei-der-Kieler-Woche,shmag118020.html

Auch beim Helga Cup, der weltgrößten Frauenregatta nahmen schon mehrere Crews unseres Teams teil: 2022 ein inklusives Team bestehend aus einer gehörlosen und drei hörenden Frauen, 2021 und 2023 nahmen mehrere Teammitglieder am Helga Cup in der inklusiven Bootsklasse SV14 teil, die mit zwei Personen gesegelt wird. Zudem nahmen Teams an der inklusiven Segel-Weltmeisterschaft (Inclusion World Championship for Sailing) teil. Auch beim Heinz-Kettler-Cup, einer inklusiven Segelserie, ging Bat Sailing an den Start. Das Event 2023 in Hamburg konnte das Team für sich entscheiden.
3. Begleitung und Gestaltung der Team-Prozesse
Von der Universität Hamburg (Prof. Claus Krieger mit Kolleg*innen, Fakultät Erziehungswissenschaften) werden wir und weitere inklusive Sportteams wissenschaftlich begleitet. Die Erkenntnisse werden verbreitet, um die Inklusion in anderen Sportarten und im Allgemeinen voranzubringen. “Segeln ist eine der inklusivsten Sportarten” sagt das Team der Uni Hamburg.
Jährlich führte das Uni-Team in der Saisonpause einen Workshop mit uns durch, bei dem sie ihre Erkenntnisse mit uns teilen und aus dem sich für uns ergibt, woran wir arbeiten sollten und möchten. Eine wichtige Erkenntnis aus diesem Prozess: Vor allem sind wir ein „ganz normales Team“. Die meisten unserer Herausforderungen können in ähnlicher Form in den vielen anderen Sport-Teams gefunden werden.
Anfang der Saison 2024 gab es einen Team-Workshop, der von einer Psychologin geleitet wurde. Aus diesem haben sich tiefgreifende, positive Veränderungen für das Team entwickelt, von denen die Zusammenarbeit im Team die gesamte Saison profitiert haben. Anfang 2025 werden wir dieses Format wiederholen um noch besser zusammenzuarbeiten und sicherzustellen, dass die über die Saison neu hinzugekommenen Mitglieder gut ins Team integriert werden.
4. Volle Potenzialentfaltung im ambitionierten inklusiven Regattasport
Wir haben im Herbst 2023 mit einer inklusiven Crew an der Qualifikation zur Segel-Bundesliga (DSL-Pokal) teilgenommen. Eins der Crewmitglieder hat nur wenige Prozent Sehkraft. Unser Team ist stark gesegelt, verpasste die Qualifikation knapp und wir landeten auf dem „ersten Nachrückerplatz“. Nachdem ein anderes Team seinen Rücktritt bekannt gegeben hatte, konnten wir uns kurz vor Saisonbeginn über einen Startplatz in der 2. Segel-Bundesliga freuen.
Schnell stand für uns fest: Diese Chance möchten wir nutzen! Unsere erste Liga-Saison war ein großes Abenteuer. An fünf „Spieltage“ (à jeweils drei Tage), konnten wir verstärkt Sichtbarkeit für inklusives Segeln generieren und zeigen, dass inklusive Teams auf der Regattabahn ernstzunehmende Konkurrenz darstellen können. Wir haben intensiv trainiert und konnten am Ende der Saison knapp den Klassenerhalt sichern – keinesfalls eine Selbstverständlichkeit als Aufsteiger.
Analog zur bekannten Bundesliga im Fußball, gibt es auch im Segelsport eine erste und zweite Bundesliga mit jeweils 18 Teams, um den besten Segelverein Deutschlands zu ermitteln. Die Wettfahrten finden auf gestellten Booten statt, die zudem durchgetauscht werden, um sicherzustellen, dass das seglerische Können ausschlaggebend ist (während im Segelsport sonst auch Materialfragen zum Ergebnis beitragen). Das Ligaformat zeichnet sich durch kurze, sehr intensive Rennen aus. Diese Kompaktheit führt zu action-reichen Bildern, die in den Segelmedien eine hohe Präsenz haben. Live-Tracking (und teilweise Live-Streaming) machen es möglich, die Rennen auch auf Distanz mitzuerleben.
Zwischen den Teams der Liga gibt es – trotz Konkurrenz auf der Regattabahn – guten Austausch und regelmäßige gemeinsame Trainings.
Unsere Teilnahme in der 2. Segel-Bundesliga 2024 sahen wir als große Chance, herauszufinden und zu zeigen, was im inklusiven Segelsport machbar ist. Es ist uns wichtig zu zeigen, dass auch der inklusive Segelsport in sich eine große Diversität aufweist. Gerade Bilder, die zeigen, wie inklusive Teams Plätze erobern in einem bereits bestehenden sportlichen Umfeld, das auf Wettkampf ausgelegt ist, gab es bisher kaum.
Danke an alle, die diese Liga-Saison möglich gemacht haben! Gemeinsam haben wir bei jedem Spieltag und jedem Training Inklusion im Segelsport sichtbar gemacht.
Jetzt geht es an die Saisonplanung für 2025. Wir möchten wieder antreten, in der Liga noch stabiler segeln, noch selbstverständlicher Teil dieser Events sein und gleichzeitig unser Team ausbauen.

Über das BAT Sailing Team
Das Bat Sailing Team (bat für engl. Fledermaus – kann nicht sehen, aber fliegen) entstand Ende 2020 als Idee bei einem Segel-Workshop für blinde und sehbehinderte Personen. Aktuell sind wir 13 aktive Teammitglieder in der Kerncrew. Das Team besteht aus Blinden, Sehbehinderten, einer Gehörslosen, Hörenden und Sehenden. Als Team organisieren wir uns selbst. Neben dem Training auf dem Wasser und Bootsarbeiten, bei denen alle mit anpacken, treffen wir uns vor allem auch in der Wintersaison, um uns abzustimmen. Es geht darum anstehende Aufgaben und Organisation zu verteilen damit wir in der nachfolgenden Saison unsere Ziele erreichen können. Das Bat Sailing Team ist auch ein Raum für Wachstum und Entwicklung; seglerisch, persönlich und als Gruppe. Unter anderem beschäftigen wir uns viel mit der Frage, wie effektive Teamkommunikation funktioniert, wenn der visuelle Input fehlt. Wir sind sicher: von diesen Erkenntnissen profitieren auch nicht-inklusive Sportteams.

Das gesamte Team mit Trainerin Silke Basedow bei der Kieler Woche.
Wer steht hinter dem BAT Sailing Team?
Das Bat Sailing Team ist ein Gemeinschaftprojekt des Norddeutschen Regatta Vereins und Wir sind Wir Inclusion in Sailing e.V.. Der Segelbetrieb außerhalb der Segel-Bundesliga und das Trainingsboot sowie die die wissenschaftliche Begleitung werden von der Reinhard Frank Stiftung finanziert. Die Trainer für die Segelkurse für Sehbehinderte und Blinde werden von Rotary Deichtor finanziert. Das Bat Sailing Team wird für Wir sind Wir Inclusion in Sailing in der Deutschen Segel-Bundesliga an den Start gehen. Der Norddeutsche Regattaverein (NRV) unterstützt das Bat Sailing Team mit einem Bootsliegeplatz. Susann Beucke (Silbermedaillengewinnerin in der Bootsklasse 49er FX bei den olympischen Sommerspielen in Tokio) unterstützt das Projekt als Schirmherrin.



Das sagt die Presse
Inklusives Segeln bei der Kieler Woche
Auch David Koch ist bei der J70-Regatta dabei. Vor vier Jahren hat er mit dem Segeln bei einem inklusiven Workshop angefangen.
Zum Beitrag der Sendung: Schleswig-Holstein Magazin | 27.06.2024 | 19:30 Uhr
Kontakt

Wir sind Wir-Inclusion in Sailing e.V.
Förderung inklusives Segeln und Frauen im Segelsport
Gartenstrasse 29
02977 Hoyerswerda
+49 171 6835555
clemens.kraus@wir-sind-wir.org
sven.juergensen@wir-sind-wir.org

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